Niederzier warnt vor giftigem Jakobs-Greiskraut
In den Sommermonaten sieht man in Niederzier (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen) oft Pflanzen mit leuchtend gelben Blüten an Wegrändern oder auf freien Flächen. Es handelt sich dabei um das Jakobs-Greiskraut. Die Gemeinde warnt nun davor, weil die Pflanze hochgiftig ist.
Das Gift kann bei Menschen und Tieren schwere Leberschäden auslösen. Besonders gefährdet sind Weidetiere wie Rinder und Pferde. Frische Pflanzen meiden die Tiere meist, weil sie bitter schmecken. Das Problem ist jedoch das Heu: Wenn die Pflanze getrocknet ist, verschwindet der bittere Geschmack, aber das Gift bleibt voll erhalten.
Man erkennt die Pflanze an ihren goldgelben Blüten, die von Juni bis August wachsen. Der Stängel kann bis zu einem Meter hoch werden. Die Blätter sind kraus und unregelmäßig geformt. Man sollte sie nicht mit dem ungiftigen Johanniskraut verwechseln, das ganz andere Blätter hat.
Wer die Pflanze im Garten hat, sollte sie mitsamt der Wurzel ausstechen, bevor sie Samen bildet. Eine einzige Pflanze kann bis zu 150.000 Samen verbreiten. Wichtig ist dabei der Eigenschutz: Man muss unbedingt Handschuhe tragen, da das Gift über die Haut in den Körper gelangen kann oder Allergien auslöst.
Die Pflanze darf auf keinen Fall auf den Kompost, weil die Samen dort überleben. Kleine Mengen gehören in die Restmülltonne, damit sie verbrannt werden. Wer größere Mengen loswerden will, soll sich an die Abfallberatung des Kreises Düren wenden.
Die Gemeinde bittet alle Besitzer von Grundstücken, ihre Flächen zu prüfen. So soll verhindert werden, dass die Samen auf landwirtschaftliche Wiesen und Weiden gelangen.
Bei Fragen hilft Jan-Luca Albrecht im Rathaus Niederzier (Rathausstraße 8) weiter. Er ist im Raum 2 im Burggebäude erreichbar. Die Sprechzeiten sind montags bis freitags von 8 bis 12:30 Uhr, zudem dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Telefonisch ist er unter 02428 84415 oder per E-Mail erreichbar.
Quelle: Niederzier – zur Originalmeldung