Niebüll: Auto mit durchtrennten Bremsleitungen gestoppt
Am Samstagabend, dem 8. August 2026, waren Polizisten in Niebüll (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein) unterwegs. Gegen 23 Uhr hielten die Beamten in der Klanxbüller Straße einen Pkw an. Der Grund für die Kontrolle war eigentlich eine Kleinigkeit: Ein Rücklicht des Wagens funktionierte nicht mehr.
Doch als die Polizisten das Auto genauer untersuchten, machten sie schlimme Entdeckungen. Die Reifen waren stark abgefahren. Viel gefährlicher war jedoch der Zustand der Bremsen. Eine der vier Betriebsbremsen funktionierte überhaupt nicht mehr. Die Bremsscheibe war komplett verrostet, die Bremsbeläge fehlten und jemand hatte sogar die Bremsleitung durchtrennt.
Die 44-jährige Fahrerin, der das Auto auch gehörte, gab gegenüber der Polizei zu, dass sie den Zustand des Wagens genau kannte. Sie wollte das Fahrzeug bald verkaufen. Um Geld zu sparen, hatte sie die notwendigen Reparaturen einfach nicht machen lassen.
Die Polizisten ließen die Frau nicht mehr weiterfahren. Sie setzten den Wagen zwangsweise außer Betrieb, damit er nicht mehr auf die Straße kommt. Wegen der Mängel wurde ein Bußgeldverfahren gegen die Frau eingeleitet.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Fahrerin strafbar gemacht hat, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.