Nidderau: Stadt warnt vor Bemalung des Marktplatz-Brunnens
Am Windecker Marktplatz in Nidderau (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) gibt es derzeit Ärger um den örtlichen Brunnen. In den vergangenen Wochen wurde das Bauwerk mehrfach bemalt, teilweise auch mit Wachsmalstiften. Die Stadt hat sich nun zu diesem Thema geäußert, nachdem die ersten Hinweise auf die Kreidespuren für kritische Reaktionen gesorgt hatten.
Bürgermeister Andreas Bär und Bauhofleiter Werner Christiansen stellen klar, dass es nicht darum geht, Kindern das Spielen oder Zeichnen zu verbieten. Das Problem ist das Material: Der Brunnen besteht aus Sandstein. Dieser Stein ist sehr empfindlich und saugt Farben und andere Rückstände schnell auf. Die Flecken gehen nicht einfach durch Regen weg.
Die Mitarbeiter des Bauhofs müssen die Verschmutzungen deshalb stundenlang mühsam von Hand entfernen. Durch die häufigen Reinigungen ist die Oberfläche des Steins an einigen Stellen bereits beschädigt. Zudem sind mittlerweile dauerhafte Flecken sichtbar.
Die Stadt erinnert daran, dass der Brunnen mit viel Geld finanziert wurde, das von allen Bürgern getragen wird. Zudem hatte sich bei einer Befragung die Mehrheit der Bewohner ausdrücklich für den Brunnen ausgesprochen. Die Stadtverwaltung glaubt, dass die Bemalungen nicht aus böser Absicht, sondern aus Unwissenheit passieren. Deshalb appellieren Bürgermeister und Bauhofleiter nun an die Rücksichtnahme aller Bürger, damit die öffentlichen Orte sauber bleiben.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Nidderau – zur Originalmeldung