Nidderau setzt auf naturnahes Grün und neue Naturoasen
In Nidderau (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) soll sich die Pflege der öffentlichen Grünflächen grundlegend ändern. Die Stadt arbeitet ab sofort mit dem Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e.V. (LPV) zusammen. Ziel ist es, die Natur in der Stadt besser zu schützen und die Flächen widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.
Der LPV erstellt dafür ein Konzept, wie die städtischen Wiesen und Parks naturnah gepflegt werden können. Das soll direkt in den Arbeitsalltag des Baubetriebshofes und bei beauftragten Firmen einfließen. Damit das klappt, werden die städtischen Mitarbeiter geschult. Sie lernen, welche Pflanzen an welchen Ort passen und wie eine ökologische Pflege funktioniert. Später will die Stadt auch in neue Technik investieren, zum Beispiel in Mäher, die Insekten schonen.
Ein besonderes Highlight wird die sogenannte „Naturoase“ im Pikopark. Das ist eine kleine Parkanlage, die gezielt das Stadtklima verbessern und mehr Platz für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bieten soll. Zudem wird ein Plan entwickelt, wie die Stadt den Gartenabfall aus Grün- und Gehölzschnitt nachhaltiger verwerten kann.
Die Stadt will die Menschen vor Ort mit einbeziehen. Es sind Maßnahmen zur Umweltbildung geplant, damit die Bürger beim Klimaschutz mithelfen können. Eine Mitarbeiterin des LPV wird das Projekt fachlich bis September 2027 begleiten.
Finanziert wird das Vorhaben durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundes. Die Stadt hatte die Fördermittel bereits im Sommer 2025 beantragt, die im September 2025 bewilligt wurden. Am 12. Februar stimmte die Stadtverordnetenversammlung dem Plan einstimmig zu, bevor am 24. Februar der Vertrag unterschrieben wurde. Das Projekt läuft insgesamt über zwei Jahre.
Quelle: Nidderau – zur Originalmeldung