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Nidda: Bürgermeister stellt Plan für Brunnen in Ober-Schmitten klar

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In Nidda gibt es Streit um die Brunnen in Ober-Schmitten. Bürgermeister Thorsten Eberhard nimmt nun Stellung dazu, ob die Stadt ihr Wasser verkaufen will.

In der Stadt Nidda (Wetteraukreis, Hessen) wird heftig über die Brunnen in Ober-Schmitten diskutiert. Einige Bürger befürchten, dass die Stadt ihre Wasserversorgung aufgibt oder das Wasser einfach verkauft. Bürgermeister Thorsten Eberhard weist das nun in einer Stellungnahme vom 21. August 2026 zurück.

Die Lage ist folgende: Nidda braucht jedes Jahr etwa 880.000 Kubikmeter Trinkwasser. Davon kommen rund 510.000 Kubikmeter über Fernleitungen der OVAG, der Rest aus eigenen Brunnen. Damit ist die Stadt stark von anderen abhängig. Deshalb hat Nidda die Brunnen der ehemaligen Spezialpapierfabrik Ober-Schmitten (SPO) gekauft. Das Ziel war es, in Zukunft mehr Wasser selbst zu fördern und unabhängiger zu werden.

Durch den Kauf hat die Stadt Zugriff auf mehrere Brunnen mit hohen Wasserrechten. Insgesamt geht es um Kapazitäten von 900.000, 300.000 und weiteren 300.000 Kubikmetern pro Jahr. Der Bürgermeister betont jedoch, dass man diese Rechte nicht einfach so besitzt. Das Regierungspräsidium muss jede Entnahme prüfen und genehmigen.

Um den Bedarf von Nidda langfristig komplett selbst zu decken, fehlen derzeit noch etwa 600.000 Kubikmeter pro Jahr. Die gekauften Brunnen bieten genau diese Möglichkeit. Da die Kapazitäten vor Ort aber insgesamt viel höher sind, als die Stadt sie benötigt, gibt es Überschüsse.

Genau hier setzt die Diskussion an. Der Bürgermeister stellt klar: Es geht nicht um einen kompletten Verkauf der Brunnen. Er überlegt aber, ob man Teile der Kapazitäten, die Nidda gar nicht braucht, an andere abgeben oder verkaufen kann. Die Versorgung der Bürger habe dabei absolute Priorität.

Früher wurde an dem Standort für die Papierproduktion bis zu eine Million Kubikmeter Wasser pro Jahr entnommen. Eine gewerbliche Nutzung ist also nichts Neues. Bevor es aber zu einem Teilverkauf kommt, müsse genau geprüft werden, wer das Wasser wofür nutzt. Auch die Auswirkungen auf die Umwelt, den Verkehr und die rechtliche Lage spielen eine Rolle. Die Stadt führt dazu bereits Gespräche mit der OVAG und dem Regierungspräsidium Darmstadt.

Die städtischen Gremien werden in die weiteren Beratungen einbezogen. Der Bürgermeister bittet die Bürger um einen sachlichen Austausch und betont, dass die Stadt ihre Wasserversorgung gerade erst stärker in die eigene Hand nimmt.

Quelle: Nidda – zur Originalmeldung

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