Neuwied hilft künftigen Erstklässlern beim Deutschlernen
Für viele Kinder ist der erste Schultag ein riesiges Abenteuer. Wer aber erst seit Kurzem in Deutschland lebt und die Sprache noch nicht gut beherrscht, hat es besonders schwer. Deshalb hat die Volkshochschule Neuwied (Rheinland-Pfalz) ein neues Angebot gestartet: In der letzten Ferienwoche gibt es Sprachkurse für künftige Erstklässler.
Insgesamt nehmen 22 Kinder an drei verschiedenen Kursen teil, die in der Marienschule stattfinden. Dort lernen sie spielerisch die deutsche Sprache, damit sie sich am ersten Schultag sicherer fühlen. Es geht nicht nur um trockene Grammatik, sondern vor allem darum, typische Situationen in der Schule zu üben. So sollen die Kinder leichter Anschluss finden und Berührungsängste abbauen.
Unterrichten tun Lehramtsstudierende, Lehrer und erfahrene Dozenten für Deutsch als Zweitsprache. Bürgermeister Peter Jung besuchte die Kinder bereits am ersten Kurstag und übte mit ihnen ein Begrüßungslied. Er betont, dass die Sprache der Schlüssel zu Bildung und neuen Freundschaften sei.
Dass diese Kurse nun auch für Schulanfänger möglich sind, liegt an einer neuen Regelung des Landes. Da die Kinder ab Beginn des Schuljahres versichert sind, gelten die Kurse in der letzten Ferienwoche als offizielle Schulveranstaltung. Die Volkshochschule Neuwied ist eine der ersten Einrichtungen in Rheinland-Pfalz, die das Angebot nutzt. Landesweit wurden für den Start neun solcher Kurse beantragt, drei davon laufen in Neuwied.
Bezahlt wird das Projekt maßgeblich vom Bildungsministerium aus Rheinland-Pfalz. Auch das Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr beteiligt sich an den Kosten. Die Organisation übernimmt die Volkshochschule.
Quelle: Neuwied – zur Originalmeldung