Neuwied gründet Runden Tisch nach Fall Heimbach-Weis
Ein Vorfall beim ehemaligen Felsenkeller in Heimbach-Weis (Neuwied, Rheinland-Pfalz) hat für Wirbel gesorgt. Dabei wurde klar, dass es schwierig ist, bei schlechten Wohnverhältnissen schnell einzugreifen. Das Problem: Viele verschiedene Ämter sind zuständig, und jeder hat nur einen Teil der Befugnisse. Oft behindert dieses Zuständigkeits-Wirrwarr ein schnelles Handeln.
Jetzt will die Stadt Neuwied die Dinge ändern. Der Stadtvorstand hat beschlossen, einen behördenübergreifenden Runden Tisch ins Leben zu rufen. Oberbürgermeister Jan Einig, Bürgermeister Peter Jung und Beigeordneter Ralf Seemann betonen, dass niemand solche Probleme alleine lösen kann. Sie wollen künftig eine engere Zusammenarbeit, damit niemand mehr auf andere Behörden verwiesen wird oder sich aus der Verantwortung stiehlt.
An diesem Runden Tisch sollen sich verschiedene Stellen zusammensetzen. Dazu gehören die Fachämter der Stadt, die Kreisverwaltung mit dem Gesundheitsamt und der Bauaufsicht sowie die Abfallwirtschaft. Auch Sozialleistungsträger und die Polizei sollen mitwirken. Ziel ist es, feste Wege für den Informationsaustausch zu finden und Abläufe verbindlich abzustimmen.
Die Stadt macht zudem deutlich, dass Hauseigentümer ihre Verantwortung wahrnehmen müssen. Wo es rechtliche Möglichkeiten gibt, will die Stadt konsequent durchgreifen. Es gehe darum, dass Menschen menschenwürdig wohnen können und die Nachbarschaft Sicherheit sowie Sauberkeit hat. Durch die neue Abstimmung sollen solche Fälle künftig früher erkannt und wirksamer bearbeitet werden.
Quelle: Neuwied – zur Originalmeldung