Neuwied baut soziale Arbeit in den Stadtteilen aus
Die Stadt Neuwied (Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz) plant für das Jahr 2027 eine große Änderung bei der sozialen Arbeit in den Vierteln. Das sogenannte Quartiersmanagement soll deutlich ausgebaut werden. Ziel ist es, den Menschen vor Ort feste Ansprechpartner zu geben und gute Ideen aus der Nachbarschaft zu unterstützen.
Bisher gibt es zwei solche Zentren: eines in der südöstlichen Innenstadt, das schon seit 2010 läuft, und eines am Raiffeisenring, das seit 2020 aktiv ist. Dort gibt es zum Beispiel Deutschkurse, Angebote für Senioren oder ein Reparatur-Café. Künftig sollen beide Bereiche vergrößert werden. Damit das klappt, plant die Stadt für jedes dieser beiden Quartiere jeweils 1,5 Vollzeitstellen.
Neu hinzukommen soll das Quartier „Mitte“. Dieses Gebiet liegt zwischen den beiden bestehenden Zentren und reicht bis zum Rhein, zum Schlosspark und zur Bahnlinie. Da es dort schon viele Sport- und Kulturangebote gibt, soll das neue Management vor allem als Anlaufstelle für die Bewohner dienen und die verschiedenen Angebote besser koordinieren. Hierfür ist erst einmal eine halbe Stelle vorgesehen.
Eine wichtige Änderung betrifft die Organisation: Alle drei Zentren sollen künftig direkt von der Stadt betrieben werden. Bisher wurde das Management am Raiffeisenring noch vom Diakonischen Werk getragen. Bürgermeister Peter Jung hofft, dass durch die einheitliche Leitung die Zusammenarbeit in der Verwaltung besser funktioniert und die Zentren enger mit den Familiengrundschulzentren verzahnt werden.
Grund für die Pläne ist eine Analyse der sozialen Lage. Diese hat gezeigt, dass vor allem in der Innenstadt und in Heddesdorf die Belastungen für die Menschen am höchsten sind. Gleichzeitig gibt es dort aber auch viel Engagement von Freiwilligen, auf das die Stadt aufbauen will.
Ob die Pläne so umgesetzt werden, entscheidet nun noch der Stadtrat.
Quelle: Neuwied – zur Originalmeldung