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Neuss plant neue Steuer für Hotelgäste

Der Finanzausschuss berät am 10. September über eine Beherbergungssteuer. Die Stadt will damit jährlich über eine Million Euro einnehmen.

In Neuss (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) könnte Übernachten bald teurer werden. Am Donnerstag, den 10. September 2026, trifft sich der Finanzausschuss der Stadt um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses am Markt 2. Auf der Tagesordnung steht ein Plan, der viele Touristen und Geschäftsreisende betrifft: die Einführung einer Beherbergungssteuer.

Wenn der Plan durchgeht, müssen Gäste in Neusser Hotels oder Pensionen ab dem 1. Januar 2027 drei Euro pro Nacht und Person bezahlen. Es gibt aber Ausnahmen. So sollen zum Beispiel Minderjährige oder Leute, die für die Schule oder Jugendförderung in der Stadt sind, nichts zahlen müssen. Die Stadtverwaltung hat sich die Zahlen aus dem Jahr 2025 angeschaut und rechnet damit, dass so etwa 1,2 Millionen Euro im Jahr in die Stadtkasse fließen.

Damit die Hotels nicht zu viel Arbeit mit der Bürokratie haben, will die Stadt ein einfaches digitales Meldesystem einführen. Die Verwaltung hat dazu bereits mit dem Branchenverband DEHOGA Nordrhein gesprochen. Außerdem wird geprüft, ob man sich bei der Abwicklung mit anderen Städten zusammenarbeiten kann, um Kosten zu sparen.

Neben der neuen Steuer geht es in der Sitzung auch um das Geld der Stadt allgemein. Die Verwaltung gibt einen Bericht zur Haushaltslage ab. Dabei wird geschaut, wie die Einnahmen und Ausgaben bis zum 30. Juni 2026 gelaufen sind und welche finanziellen Probleme in den nächsten Jahren auf Neuss zukommen könnten. Zudem gibt es Infos zu den Grundsteuererlassen aus dem letzten Jahr.

Wer Fragen hat, kann diese direkt in der Sitzung stellen. Es gibt am Anfang und am Ende des öffentlichen Teils jeweils eine Fragestunde für die Einwohner.

Der Finanzausschuss gibt nach der Sitzung eine Empfehlung ab. Die endgültige Entscheidung fällt dann voraussichtlich am Freitag, den 18. September 2026, durch den Stadtrat. Die Unterlagen zur Sitzung kann man vorab im Bürgerinfoportal auf Neuss.de lesen.

Quelle: Neuss – zur Originalmeldung

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