Neuer Uni-Campus für Goslar geplant
In Goslar (Landkreis Goslar, Niedersachsen) soll ein neuer Uni-Campus entstehen. Unter dem Namen „Uni-Campus – Goslar hat Zukunft“ wollen die Stadt, die Technische Universität (TU) Clausthal und die Hans-Joachim Tessner-Stiftung einen Ort schaffen, an dem Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenkommen. Als Standort für das neue Universitätsgebäude ist das städtische Grundstück „Am Stollen 19“ vorgesehen.
Das Projekt ist groß gedacht: Es soll ein Neubau mit bis zu 5.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Darin sollen Labore, Seminarräume, moderne Lehrflächen und Innovationswerkstätten Platz finden. Auch Arbeitsplätze für Wissenschaftler und Firmen sind geplant. Damit gebaut wird, setzt die Stadt auf eine modulare Bauweise. Das soll die Kosten sicher machen und dafür sorgen, dass das Gebäude schnell fertig wird. Gleichzeitig soll die Architektur zum Stadtbild passen und den Denkmalschutz berücksichtigen.
Im Zentrum des Campus stehen zukunftsweisende Themen. Die TU Clausthal plant dort unter anderem den neuen Studiengang „AI Engineering“ sowie Forschung zu Energie, Informations- und Sensortechnologien. Langfristig könnten so bis zu 1.000 Studierende in Goslar untergebracht werden. Die Stadt erhofft sich davon, dass mehr junge Menschen in die Stadt ziehen und die Kaufkraft steigt. Die TU Clausthal betont jedoch, dass Clausthal-Zellerfeld das wissenschaftliche Herz der Universität bleibt und der neue Standort in Goslar die bestehende Struktur lediglich ergänzen und stärken soll.
Finanziert wird das Vorhaben durch die Hans-Joachim Tessner-Stiftung. Diese stellt die nötigen Gelder für die Gebäude und die Infrastruktur bereit. Die operative Leitung übernehmen die Stadt Goslar und die TU Clausthal. Die Idee dazu entstand bereits Ende letzten Jahres bei Gesprächen zwischen Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner und Hans-Joachim Tessner.
Als nächsten Schritt werden die drei Partner eine Absichtserklärung, einen sogenannten „Letter of Intent“, unterschreiben. Danach müssen die rechtlichen und finanziellen Details geklärt und ein genauer Zeitplan erstellt werden. Ob und wann der erste Spatenstich erfolgt, wird sich kurz darauf des Projekts zeigen.
Quelle: Goslar – zur Originalmeldung