Seesen will Dörfer mit Förderprogramm attraktiver machen
Bürgermeister Erik Homann hat den Antrag auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterschrieben. Damit will Seesen (Landkreis Goslar, Niedersachsen) die Zukunft der ländlichen Region sichern. Insgesamt neun Ortsteile haben sich dafür als Dorfregion zusammengeschlossen: Bilderlahe, Bornhausen, Engelade, Herrhausen, Ildehausen, Kirchberg, Mechtshausen, Münchehof und Rhüden.
Damit der Antrag gute Chancen hat, wurden bereits mehrere Workshops durchgeführt. Dabei haben die Ortsbürgermeister, Vertreter und viele Bewohner ihre Ideen eingebracht. Unterstützt wurde die Stadt bei der Planung vom Büro „mensch und region GbR“.
Es gibt bereits konkrete Pläne, was mit dem Geld gemacht werden soll. So sollen die Freibäder modernisiert und saniert werden. Im Pandelbachtal sollen Informationstafeln zur Geschichte aufgestellt werden und entlang der Radwege zwischen Rhüden und Bornhausen soll ein Skulpturenpfad entstehen. In Engelade und Mechtshausen sollen die Dorfmittelpunkte schöner gestaltet werden. Außerdem geht es um den Hochwasserschutz, neue Wohn- und Bauplätze sowie bessere Straßen und Radwege.
Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung. In der Seesener NewKammer wurde die App „Dorffunk“ vorgestellt. Die App funktioniert wie ein digitaler Marktplatz für die Nachbarschaft. Man kann dort zum Beispiel nach einem Babysitter suchen, zum Sportfest einladen oder fragen, wo man Gartenabfälle entsorgen kann. Es gibt dafür die Kategorien „News“, „Plausch“, „Biete“ und „Events“. Die Ortsbürgermeister und Ortsbeauftragten waren so begeistert, dass sie die Verwaltung baten, die App für das gesamte Stadtgebiet anzuschaffen.
Wenn der Antrag genehmigt wird, könnten die Projekte über einen Zeitraum von fünf bis sieben Jahren gefördert werden. Ob die Gelder tatsächlich fließen, muss nun das Ministerium entscheiden. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Seesen – zur Originalmeldung