Neuer Erinnerungsgarten auf dem Friedhof in Weingarten
Auf dem Friedhof in Weingarten (Baden) gibt es nun ein viertes Grabfeld, das von Gärtnern betreut wird. Die Fläche heißt ab sofort nicht mehr nur „gärtnergepflegtes Grabfeld“, sondern trägt den Namen „Erinnerungsgarten“.
Die Planung begann bereits im November 2025, als der Verwaltungsausschuss zustimmte. Im Frühjahr 2026 räumten die Mitarbeiter des Friedhofs die Fläche. Die Firma Mockler baute die Wege, und das Unternehmen Blumen Sebold übernahm die Bepflanzung nach einem Plan der Gärtnergenossenschaft. Die Firma Sebold kümmert sich auch weiterhin um die Pflege und das Gießen.
Am letzten Mittwochnachmittag wurde der erste Abschnitt offiziell übergeben. Bürgermeister Eric Bänziger begrüßte bei dem Termin zahlreiche Gemeinderäte sowie Vertreter der Gärtnergenossenschaft, der Gärtnerei und der Friedhofsleitung. In seiner Rede erklärte der Bürgermeister, dass das gesamte Projekt aus zwei Abschnitten besteht und insgesamt 164 Grabstätten bietet. Im ersten Teil gibt es 13 Plätze für Särge, 42 für Urnen und 20 Urnengemeinschaften an der Mauer.
Eine Besonderheit ist das Rebenfeld, das auf einen Antrag der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2023 zurückgeht. Dort können Bestattungen stattfinden. Falls die Reben Früchte tragen, werden diese abgeschnitten, bevor sie reif sind. Günter Sebold betonte zudem, dass man gezielt Pflanzen gewählt hat, die wenig Wasser brauchen. Er und sein Sohn werden nun den zweiten Abschnitt gestalten.
Damit die Gräber dauerhaft in gutem Zustand bleiben, gibt es einen Vertrag mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG. Dieser läuft über 20 Jahre und verlängert sich automatisch. So ist die Pflege über die gesamte Ruhezeit gesichert.