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Neuenbürg verwandelt Grünflächen in Insekten-Paradies

Copyright und Urheber siehe Neuenbürg

Die Stadt setzt auf Wildblumen statt auf kurzgeschorenen Rasen. In mehreren Stadtteilen entstehen jetzt neue Lebensräume für Bienen und andere Insekten.

In Neuenbürg (Enzkreis, Baden-Württemberg) wird es in Zukunft bunter. Die Stadt nimmt an dem Projekt „Natur nah dran“ teil. Das ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Umweltministerium Baden-Württemberg und dem NABU. Ziel ist es, öffentliche Flächen in insektenfreundliche Blumenwiesen und Hecken zu verwandeln. Neuenbürg ist dieses Jahr eine von nur 15 geförderten Gemeinden.

Die Stadtgärtner haben bereits mit der Arbeit begonnen. An drei Stellen wird zuerst angepackt: Im Stadtgarten verschwinden giftige Gehölze wie der Kirschlorbeer. Stattdessen kommen eine blühende Hecke und Staudenbeete her. Auch der Kreisel an der Wilhelmshöhe wird optisch aufgewertet. Die Beete dort werden leergeräumt und mit Blumenzwiebeln sowie Stauden neu bepflanzt. Außerdem wird der Grünstreifen an der Straße nach Arnbach in eine richtige Blühwiese verwandelt. Wer dort vorbeiläuft, kann sich bereits an einer Informationstafel einlesen.

Auch bei den Blumenkübeln im Stadtgebiet gibt es eine Änderung. Diese bekommen eine dauerhafte Mischung, damit die Stadt nicht jedes Jahr die Pflanzen austauschen muss. Das spart Arbeit und Material.

Damit die Wildblumen auch wirklich wachsen, reicht es nicht, einfach Samen in den Rasen zu werfen. Die Gärtner nutzen deshalb verschiedene Techniken. An manchen Stellen wird der Boden tief ausgegraben und mit Schotter und Kompost aufbereitet. An anderen Orten wird die sogenannte „Burri-Methode“ angewandt. Dabei werden nur Streifen der Fläche gefräst und bepflanzt, sodass sich die Natur im Laufe der Zeit selbst ausbreitet.

Besonders wichtig ist die erste Zeit: Die neuen Flächen müssen etwa sechs Wochen lang feucht gehalten werden. Danach sind die Pflanzen stark genug und kommen auch mit Trockenheit klar.

Neuenbürg ist zudem als Pilotgemeinde ausgewählt worden. Das bedeutet, dass die Stadt eine Vorreiterrolle übernimmt. Ende September kommen deshalb Kollegen aus anderen Stadtgärtnereien in den Ort, um gemeinsam mit den lokalen Mitarbeitern die Flächen anzulegen und neue Pflanzmethoden zu lernen. Die restlichen Arbeiten werden in den nächsten Wochen erledigt.

Quelle: Neuenbürg – zur Originalmeldung

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