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Neu-Ulm will demenzfreundlicher werden

Die Stadt startet ein neues Projekt, um Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen den Alltag zu erleichtern. Beim Auftakt gab es Fachwissen und ein spezielles Theaterstück.

Wie sieht ein Leben mit Demenz aus und wie kann man Betroffenen im Alltag wirklich helfen? Mit diesen Fragen geht die Stadt Neu-Ulm (Bayern) in die nächste Phase. Das Projekt „Aufbau einer demenzfreundlichen Kommune in Neu-Ulm“ ist offiziell gestartet. Geld für das Vorhaben gibt es vom Bayerischen Demenzfonds.

Zum Start kamen viele Menschen zusammen: Bürger, Fachleute, Ehrenamtliche und Leute aus der Politik und Verwaltung. Ein wichtiger Teil des Abends war der Vortrag von Dr. Frank Hettler aus den ADK Geriatrischen Kliniken in Ehingen. Er erklärte, was die Krankheit eigentlich bedeutet und wie das Umfeld die Betroffenen unterstützen kann. Danach konnten die Besucher ihre eigenen Erfahrungen erzählen und Fragen stellen.

Besonders viel Aufmerksamkeit bekam das Theater Luftschloss. Die Gruppe führte die Fabel „Nein, ich habe kein Zement“ auf. Das Stück wurde extra für dieses Thema geschrieben und zum ersten Mal gezeigt. Mit einer Mischung aus Humor und Feingefühl zeigte das Theater, wie der Alltag mit Demenz aussieht, was beim Publikum gut ankam.

Dezernent Ralph Seiffert betonte, dass das große Interesse zeige, wie wichtig das Thema für die Stadt sei. Ziel ist es, dass Betroffene und ihre Familien mehr Wertschätzung und Hilfe bekommen.

In einer gemeinsamen Runde wurden bereits erste Ideen gesammelt. Die Stadt will die Menschen besser für das Thema sensibilisieren und die vorhandenen Hilfsangebote besser vernetzen. Außerdem sollen neue Möglichkeiten für Begegnungen und Unterstützung geschaffen werden.

Jetzt geht es erst einmal in die Sommerpause. Danach wird das Projekt mit weiteren Terminen und Formaten fortgesetzt. Die Stadt möchte gemeinsam mit den Bürgern Strukturen aufbauen, damit Menschen mit Demenz weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Quelle: Neu-Ulm – zur Originalmeldung

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