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Neu-Ulm: Oberbürgermeisterin auf 24-Stunden-Tour durch die Stadt

Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger hinter der Theke beim Eisverkauf Copyright und Urheber siehe Neu-Ulm

Katrin Albsteiger wollte wissen, wie der Alltag in ihrer Stadt wirklich aussieht. Deshalb verbrachte sie einen ganzen Tag und eine Nacht im Einsatz bei Firmen, Rettern und im Handwerk.

Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger (Neu-Ulm, Bayern) hat sich für ein besonderes Experiment entschieden. Vom Montag, 10. August, bis zum Dienstag, 11. August, war sie auf einer 24-Stunden-Tour unterwegs. Sie wollte nicht nur zuschauen, sondern selbst mit anpacken und mit den Menschen sprechen, die die Stadt am Laufen halten.

Der Startschuss fiel am Kinderspielplatz Heuweg im Stadtteil Reutti. Dort half die Bürgermeisterin den Leuten vom Baubetriebshof dabei, ein neues Spielgerät aufzubauen. Danach besuchte sie verschiedene Betriebe und Einrichtungen, darunter Honold Logistik, das Kinderhaus Donaukinder, die Donauklinik und die Firma Reimer Elektrotechnik. In Ludwigsfeld wurde es süß: Beim „Eismädchen“ stand sie selbst hinter dem Tresen und verkaufte Eis.

Ein geplanter Sportbesuch bei der Feuerwehr wurde dann kurzfristig zum echten Einsatz. Statt gemeinsam zu trainieren, mussten die Beamten spontan ausrücken, was die Oberbürgermeisterin direkt miterlebte. Später am Abend half sie im Service des Hotel-Restaurant Hirsch in Finningen aus. Die Nacht gehörte dann der Sicherheit und Logistik. Sie begleitete den Kommunalen Ordnungsdienst und die Polizei auf Streife und schaute im Briefzentrum der Deutschen Post hinter die Kulissen.

Auch die frühen Morgenstunden waren vollgepackt. Zuerst begleitete sie die Nachtschicht des Rettungsdienstes vom BRK. Danach ging es in die Bäckerei Bayer, wo sie beim Backen half. Zum Abschluss traf sie sich zum Frühstück mit Stefan Bosse, dem Oberbürgermeister von Kaufbeuren. Von ihm hatte Albsteiger die Idee für die Tour ursprünglich übernommen.

Die Bürgermeisterin sagte nach dem Marathon, dass sie viele Eindrücke gesammelt habe. Sie wollte wissen, wo es in der Stadt gut läuft und wo es Probleme gibt. Für sie war die Tour vor allem ein Zeichen der Wertschätzung für alle, die in der Stadt Verantwortung übernehmen.

Quelle: Neu-Ulm – zur Originalmeldung

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