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Nastätten: Pferde helfen beim Naturschutz auf den Wiesen

Copyright und Urheber siehe Nastätten

In Nastätten setzen die Stadt und ein lokaler Reiterhof auf eine besondere Methode, um die Artenvielfalt zu retten. Ein Naturschutzbeirat hat sich das Projekt vor Ort angesehen.

Am 11. August besuchte der Naturschutzbeirat des Rhein-Lahn-Kreises die Ausgleichsfläche „Schwaller Wiesen-Münchenroth“ in Nastätten (Rheinland-Pfalz). Auf einer Fläche von etwa 25 Hektar ist es der Stadt gelungen, ein Gebiet zu schaffen, in dem wieder viele verschiedene Pflanzen und Tiere leben. Das Gebiet liegt zwischen den Bachläufen Gronauer Bach, Klausbach und Mühlbach. Früher waren dort teilweise Äcker, die stark gedüngt wurden. Heute gibt es dort eine Mischung aus trockenen und nassen Wiesen.

Ein wichtiger Teil des Plans ist die Zusammenarbeit mit einem benachbarten Reiterhof. Statt die Wiesen mit Maschinen zu mähen, übernehmen bis zu 30 Pferde die Arbeit. Die Tiere kommen täglich für etwa zwei Stunden auf die Fläche. Die Wiese dient dabei nicht als Hauptfutter, sondern ist eine Ergänzung. Damit die Natur Zeit hat, sich zu erholen, ist das Gebiet in drei Abschnitte unterteilt. Die Pferde weiden dort von Mitte Mai bis Mitte Oktober. Nur einmal im Jahr wird zusätzlich mit einem Balkenmäher nachgeschnitten, damit das Gebiet nicht zu stark verbuscht.

Bei der Begehung zeigten Experten, welche Tiere dort mittlerweile leben. In einem Monitoring wurden unter anderem Tagfalter, Heuschrecken, Vögel sowie Blindschleichen und Waldeidechsen nachgewiesen. Besonders die feuchten Wiesenbereiche erwiesen sich als wertvoll. Bei der aktuellen Hitze und Trockenheit wirkten diese Flächen wie ein Schwamm. Sie hielten das Wasser länger als die umliegenden Felder und kühlten so die Umgebung ab.

Die Gruppe, zu der unter anderem Stadtbürgermeister Marco Ludwig und Vertreter der Naturschutzbehörde gehörten, besuchte auch den Reiterhof selbst. Dort konnten sie sehen, wie die Pferde in einem sogenannten Aktivstall artgerecht gehalten werden. Die Besitzerin des Hofs nimmt zudem an einem Programm für die Artenvielfalt auf Dauergrünland teil.

Nach dem Rundgang über die Wiesen und den Hof tagte der Beirat in den Räumen der Verbandsgemeindeverwaltung Nastätten. Ob das Modell auf weitere Flächen ausgeweitet wird, ist derzeit nicht bekannt. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Nastätten – zur Originalmeldung

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