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Museum Worms präsentiert historische Schätze in neuer Reihe

Worms Stück für Stück September Copyright und Urheber siehe Worms

Das Museum im Andreasstift stellt mit „Worms Stück für Stück“ jeden Monat ein besonderes Objekt aus seiner Sammlung vor.

Das Museum im Andreasstift in Worms (Rheinland-Pfalz) hat eine neue Reihe gestartet. Unter dem Namen „Worms Stück für Stück“ rücken die Verantwortlichen jeden Monat ein einzelnes Objekt aus der Sammlung in den Fokus. Die Stücke erzählen Geschichten aus verschiedenen Epochen und sind oft nur für kurze Zeit in einer Wechselvitrine zu sehen.

In der Reihe geht es quer durch die Geschichte. So wurden etwa neolithische Gefäße aus der Jungsteinzeit gezeigt, die belegen, wie die Menschen sesshaft wurden und Vorräte anlegten. Auch ein römischer Gesichtskrug aus lokalem Ton wurde präsentiert. Solche Krüge waren in Worms um das Jahr 300 nach Christus modern und wurden teilweise sogar in die Pfalz verkauft.

Besonders kurios ist ein Fund aus dem Jahr 2010: Ein Katzenschwanz aus dem Mittelalter, der im Mörtel des Nordturms der Andreaskirche steckte. Experten gehen davon aus, dass es sich um ein sogenanntes Bauopfer handelt. Damals glaubte man, dass eingemauerte Tiere oder Gegenstände das Gebäude vor bösen Geistern schützen.

Auch die Zeit der Reformation ist vertreten. Das Museum zeigt ein Modell eines Kobelwagens im Maßstab 1:4. Er ist dem Wagen nachempfunden, in dem Martin Luther im April 1521 Worms verließ. Da es keine exakten Pläne des Originalwagens gibt, diente für den Nachbau ein Kupferstich aus einer späteren Zeit als Vorlage.

Neben diesen Stücken gibt es in der Dauerausstellung weitere Highlights, wie einen römischen Reitergrabstein eines Soldaten namens Quintus Carminius Ingenuus oder einen steinernen Löwen der ehemaligen Johanneskirche. Die Besucher können die Objekte im Museum im Andreasstift besichtigen.

Quelle: Worms – zur Originalmeldung

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