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Museum in Worms präsentiert historische Schätze

Worms Stück für Stück September Copyright und Urheber siehe Worms

Das Museum im Andreasstift zeigt in einer besonderen Reihe jeden Monat ein Objekt aus seiner Sammlung. Von steinzeitlichem Schmuck bis zu römischen Masken ist alles dabei.

Das Museum im Andreasstift in Worms (Rheinland-Pfalz) hat eine neue Reihe gestartet. Unter dem Titel „Worms Stück für Stück“ stellt das Haus jeden Monat ein besonderes Objekt aus seinem Magazin oder der Sammlung vor. Die Stücke erzählen Geschichten aus verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte.

In der Ausstellung geht es unter anderem um die Steinzeit. So zeigt das Museum Schmuck aus Muscheln, Schnecken und Zähnen. Die Funde stammen aus einem Grab in Rheindürkheim, das 1898 bei Bauarbeiten an einer Eisenbahnstrecke entdeckt wurde. Auch ein Prunkbeil aus Jadeit aus Westhofen gehört zu den Exponaten. Es stammt aus der Zeit zwischen 4500 und 4000 v. Chr. und diente wohl eher als Statussymbol denn als Werkzeug.

Ein großer Teil der Schätze stammt aus der Römerzeit. Dazu gehört ein sogenannter Gesichtskrug, der in Worms hergestellt wurde. Solche Krüge waren damals Luxusartikel. Ebenfalls zu sehen ist ein Grabstein eines römischen Reiters namens Quintus Carminius Ingenuus. Er war ein „Signifer“, also ein Träger des Feldzeichens seiner Einheit. Der Stein wurde 1666 an der Mainzer Straße gefunden.

Auch aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit gibt es spannende Funde. Das Museum zeigt zum Beispiel eine Figur des Christkinds aus Pfeifenton aus dem 15. Jahrhundert. Wer sich für die Reformation interessiert, kann ein Modell eines Kobelwagens sehen. Das ist ein Nachbau des Wagens, in dem Martin Luther 1521 Worms verließ.

Besonders kurios ist ein Fund aus dem Jahr 2010: Bei Arbeiten am Nordturm der Andreaskirche fanden die Restauratoren einen eingemauerten Katzenschwanz aus dem Mittelalter. Solche „Bauopfer“ sollten früher Glück bringen oder böse Geister fernhalten.

Die einzelnen Objekte werden jeweils für einen Monat in einer Wechselvitrine oder in der Dauerausstellung gezeigt. Besucher können so Stück für Stück die Geschichte der Stadt entdecken.

Quelle: Worms – zur Originalmeldung

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