München will Müll an Baustellen besser verhindern
In München (Bayern) gibt es immer wieder das Problem, dass Baustellen als illegale Müllkippen genutzt werden. Hausmüll und Sperrmüll landen oft hinter Absperrungen, was vor allem die Stadtwerke München ärgert, da sie den Dreck meist selbst wegräumen müssen.
Die Stadträte Hans-Peter Mehling und Manuel Pretzl hatten deshalb im Februar 2026 gefordert, dass städtische Baustellen besser gesichert werden. Die Stadt hat nun darauf reagiert. Seit Oktober 2025 gelten vor allem rund um den Hauptbahnhof strengere Regeln. Wer dort eine Baustelle betreibt, muss den Müll jetzt mindestens einmal pro Woche entfernen. Zudem müssen die Zäune geschlossen sein, damit keine Unbefugten auf die Fläche gelangen. Wenn eine Baustelle länger stillsteht, müssen Lücken und Nischen sofort verschlossen werden.
Das Ziel ist es, die Absperrungen so gerade und glatt zu bauen, dass sich in keinen Ecken Müll ansammeln kann. Das Baureferat betont, dass die Bauüberwachung ohnehin regelmäßig für Sauberkeit sorgen muss. Bei besonders wichtigen Großbaustellen setzt die Stadt zusätzlich auf Videoüberwachung oder Sicherheitsleute, die die Bereiche abfahren.
Eine Ausweitung dieser strengen Regeln auf die gesamte Stadt ist momentan aber nicht geplant. Das Mobilitätsreferat begründet das damit, dass es außerhalb des Hauptbahnhof-Viertels nur wenige Beschwerden gibt. Außerdem erklären die Stadtwerke, dass gerade bei Tiefbauarbeiten die Leitungen im Boden oft nicht gerade verlaufen. Deshalb müssen die Zäune manchmal springen, was gerade Absperrungen unmöglich macht. In reinen Wohngebieten stehe der Aufwand für solche Spezialzäune oft in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Ob die Maßnahmen am Hauptbahnhof ausreichen oder ob die Stadt doch irgendwann das gesamte Gebiet abdeckt, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: München – zur Originalmeldung