München: Weniger Bürokratie für U-Bahn-Toiletten gefordert
Mehrere Stadträte der CSU und der Freien Wähler haben einen Antrag gestellt. Sie fordern, dass die Stadt München beim Freistaat Bayern Druck macht. Das Ziel: Die Genehmigungen für Toilettenanlagen im U-Bahn-Bereich sollen einfacher werden. Im Idealfall soll das Verfahren durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) sogar ganz wegfallen. Auch der Behindertenbeirat unterstützt diesen Wunsch voll und ganz.
Der Stadtrat konnte darüber jedoch nicht offiziell abstimmen. Der Grund ist rechtlicher Natur: Die Stadtverwaltung sagt, dass die Sanierung von Toiletten nicht in die Zuständigkeit des Stadtrates fällt. Das Ganze läuft über das Tagesgeschäft der Stadtwerke München (SWM) und der MVG. Deshalb wurde der Antrag nur mit einem Brief beantwortet.
Die SWM und die MVG erklären in ihrer Antwort, dass Toiletten unter der Erde an sehr strenge Regeln gebunden sind. Es geht vor allem um die Sicherheit der Fahrgäste, zum Beispiel bei einem Brand. Da viele Bahnhöfe Jahrzehnte alt sind, müssen Lüftungen, Elektroanlagen und Notrufe oft aufwendig an moderne Standards angepasst werden. Je älter die Technik, desto mehr Abstimmungen zwischen der MVG und der Aufsichtsbehörde sind nötig.
Die Verantwortlichen betonen aber, dass es bereits besser läuft. Interne Abläufe wurden optimiert, wodurch die Genehmigungen schneller gehen. Als Beispiel nennen sie die Toiletten an der Haltestelle Haderner Stern (München), die am 30. Mai 2025 wieder eröffnet wurden. Man arbeite weiterhin daran, die Prozesse zu verschlanken und die Bürokratie abzubauen.
Ob die Genehmigungsverfahren in Zukunft tatsächlich noch weiter verkürzt werden, bleibt abzuwarten. Die Zusammenarbeit zwischen der MVG und der Aufsichtsbehörde wird derzeit als positiv bewertet.
Quelle: München – zur Originalmeldung