München sucht mehr Stammzellspender gegen Krebs
In München (Bayern) gibt es eine neue Initiative, um den Kampf gegen Blutkrebs und andere schwere Erkrankungen zu unterstützen. Mehrere Stadtratsmitglieder der CSU und der Freien Wähler hatten die Stadtverwaltung aufgefordert, die Suche nach Stammzellspendern besser zu koordinieren und bekannter zu machen.
Das Problem ist oft die Suche nach einem passenden Spender. Nur etwa 30 Prozent der Patienten finden jemanden in ihrer eigenen Familie, dessen genetische Merkmale übereinstimmen. Deshalb ist es so wichtig, dass sich möglichst viele Menschen in den großen Datenbanken registrieren lassen. Je mehr Leute mitmachen, desto höher ist die Chance, dass ein Patient rechtzeitig eine lebensrettende Spende bekommt.
Viele Menschen haben Angst vor der Spende, weil sie an eine schmerzhafte Operation im Knochenmark denken. Doch das ist heute meistens nicht mehr nötig. In bis zu 90 Prozent der Fälle werden die Stammzellen einfach aus dem Blut gefiltert. Das funktioniert ähnlich wie eine Blutspende und ist praktisch schmerzfrei. Es gibt keine Narkose und keine Schnitte in den Knochen.
Die Stadt München arbeitet deshalb nun eng mit der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) zusammen. Ein erster wichtiger Termin war bereits am 11. Juli 2026 beim Tag der Ersten Hilfe auf dem Marienplatz. Dort konnten sich Interessierte ganz einfach per Wangenabstrich registrieren.
Auch in Zukunft soll es weitere Aktionen geben. Für den 25. September 2026 ist die Teilnahme der DKMS am Gesundheitstag Nord geplant. Außerdem prüft die Stadt, ob es spezielle Typisierungs-Aktionen für die eigenen Mitarbeiter gibt. Zudem will die Stadt über soziale Medien verstärkt dazu aufrufen, sich als Spender registrieren zu lassen, um vor allem Patienten aus der Region München zu helfen.
Quelle: München – zur Originalmeldung