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München: Rattenplage an Spielplatz in Laim

Ein Spielplatz im Stadtteil Laim musste wegen eines starken Rattenbefalls gesperrt werden. Nun räumt die Stadt mit Gerüchten über Baustellen und Müll auf.

In München (Bayern) gab es Alarm auf einem städtischen Spielplatz. Am Käthe-Bauer-Weg, direkt an der Ecke zum Kärntner Platz im Stadtteil Laim, hatten sich Ratten breitgemacht. Die Stadt musste deshalb handeln: Einer der beiden Spielplätze in der Grünanlage wurde komplett abgesperrt, damit eine Fachfirma die Tiere bekämpfen konnte. Der zweite Spielplatz in der Anlage blieb für die Kinder offen.

Die Stadtverwaltung wurde nun von Stadträten dazu befragt, wie es zu dem Befall kam. Es gab Vermutungen, dass die Menschen den Platz zu stark vermüllt hätten. Das Baureferat bestreitet das jedoch. Die Mülltonnen wurden zweimal pro Woche geleert und die Flächen regelmäßig gereinigt. Eine auffällige Vermüllung konnte man nicht feststellen.

Auch die Frage nach den großen Baustellen in der Umgebung wurde geklärt. Es stand im Raum, ob die Ratten durch die Baustelle für die Tram-Westtangente oder den Brückenabriss an der Fürstenrieder Straße vertrieben wurden und deshalb auf den Spielplatz flohen. Das Gesundheitsreferat sagt dazu: Das lässt sich nicht beweisen. Ratten seien in einer Großstadt schwer zu kontrollieren und würden sich dort ansiedeln, wo sie Futter finden. Ein direkter Zusammenhang mit den Baustellen bleibt also eine reine Vermutung.

Der Befall am Spielplatz wurde am 3. Juni 2026 gemeldet. Noch am selben Tag war die Stadt vor Ort, bestätigte die Situation und sperrte den Bereich.

Das Problem betrifft aber nicht nur Laim. Die Stadt gibt zu, dass es an vielen Orten in München überdurchschnittlich viele Ratten gibt. Besonders betroffen sind die Bahnhöfe, der Bereich innerhalb des Altstadtrings (zum Beispiel am Stachus oder Sendlinger Tor) sowie große Parkanlagen wie der Englische Garten oder der Nymphenburger Park. Auch entlang der Isar und an verschiedenen Seen in der Stadt gibt es immer wieder Probleme.

Um weitere Sperrungen von Spielplätzen zu verhindern, will die Stadt die Reinigung der Grünanlagen beibehalten, sofern das Geld und das Personal dafür reichen.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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