Zum Inhalt springen
newssofort.de

München prüft neue Regeln für bezahlbaren Wohnraum

Die Stadtverwaltung untersucht, wie sie die sogenannte Wohnungsgemeinnützigkeit nutzen kann, um dauerhaft günstige Mieten zu sichern.

In München (Landeshauptstadt Bayern) wird darüber diskutiert, wie man das Wohnen für die Menschen bezahlbarer machen kann. Auslöser war ein Antrag mehrerer SPD-Stadtratsmitglieder vom Januar 2026. Die Stadtbaurätin Elisabeth Merk hat nun darauf reagiert.

Im Kern geht es um die „Neue Wohnungsgemeinnützigkeit“ (NWG). Das ist ein Instrument der Bundesregierung, das bereits seit dem 1. Januar 2025 gilt. Die Idee dahinter: Wer Wohnungen gemeinnützig und günstig vermietet, soll steuerliche Vorteile bekommen. So soll ein Markt entstehen, der unabhängig von den normalen Mietpreisen funktioniert und dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schafft.

Die Stadt München hat bereits erste Gespräche mit Beteiligten der Wohnungswirtschaft geführt. Dabei zeigte sich, dass es noch Klärungsbedarf gibt. Vor allem Genossenschaften müssen prüfen, ob die strengen Vorgaben des Bundes zu ihren Geschäftsmodellen passen. Auch die städtische Gesellschaft „Münchner Wohnen“ schaut sich die Optionen genau an. Sie wird das Modell nutzen, wenn es sich steuerlich wirklich lohnt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vergabe von städtischen Grundstücken im Erbbaurecht. Hier will die Stadt über die Höhe der Erbbauzinsen steuern, wie günstig gebaut wird. Das ist ein eigenes Thema, das unabhängig von den Bundesregeln ist. Der Stadtrat wird sich voraussichtlich Ende 2026 damit befassen. Dabei müssen jedoch rechtliche Vorgaben aus Bayern und der EU beachtet werden.

Sollten sich bei der Umsetzung der Bundesregeln größere Probleme ergeben, will die Stadt München dies über kommunale Verbände ansprechen. Ob und wie viele neue Wohnungen dadurch tatsächlich günstiger werden, wird die weitere Praxis zeigen.

Quelle: München – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus München

Alle ansehen