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München nutzt S- und U-Bahn für Krisen-Warnungen

Die Branddirektion München möchte die Bürger besser auf Notfälle vorbereiten. Deshalb laufen im gesamten August Infovideos an Bahnhöfen und Haltestellen.

Wer in München (Landeshauptstadt Bayern) mit dem Bus, der Tram oder der Bahn unterwegs ist, wird im August öfter auf Bildschirmen aufmerksam werden. Die Branddirektion der Stadt hat sich mit der Firma Ströer zusammengetan. Gemeinsam starten sie eine Kampagne, um die Menschen auf Krisen wie Stromausfälle oder Pandemien vorzubereiten.

Die Idee dahinter ist einfach: Die Infos sollen dort ankommen, wo täglich hunderttausende Menschen warten. Deshalb laufen die kurzen Videos an 20 S- und U-Bahn-Stationen sowie an 180 Bildschirmen in Bus- und Tram-Wartehallen im Stadtgebiet. Die Clips dauern jeweils etwa zehn Sekunden.

Damit die Leute nicht wegschauen, gibt es kleine Quizfragen. Zum Beispiel wird gefragt, welche Warn-App man auf dem Handy haben sollte. Kurz darauf wird die Lösung eingeblendet: die App NINA. Außerdem geht es in den Videos um Notvorräte, Erste-Hilfe-Kurse und darum, wie man sich verhält, wenn das Licht in der ganzen Stadt ausgeht.

Die Feuerwehr und die Stadt wollen damit die sogenannte Resilienz stärken. Das ist ein Fachwort dafür, dass die Bürger in einer Krise widerstandsfähiger sind. Das Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn jeder selbst ein bisschen vorgesorgt hat, können die Retter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Ernstfall ihre Zeit und Kraft für die wirklich schlimmsten Notfälle nutzen.

Die Inhalte der Videos basieren auf einem Ratgeber vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dieser Ratgeber ist kostenlos online verfügbar oder kann bestellt werden. Die Stadt nutzt neben den Bildschirmen auch soziale Medien und Infostände, um die Menschen zu erreichen.

Weitere Informationen zum Thema Bevölkerungsschutz gibt es auf den Internetseiten der Stadt München und des BBK.

Quelle: Feuerwehr München – zur Originalmeldung

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