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München: Mehr Sicherheit für Radfahrer an der Chiemgaustraße

An einer gefährlichen Stelle im Mittleren Ring gibt es neue Maßnahmen. Die Stadt will Unfälle an der Bahnunterführung in der Chiemgaustraße verhindern.

An der Chiemgaustraße in München (Bayern) gibt es eine problematische Stelle für Radfahrer. Zwischen der Schwanseestraße und der Aschauerstraße auf der Südseite ist der bauliche Radweg unterbrochen. Wer dort fährt, muss für etwa 200 Meter auf die Fahrbahn der B2R im Mittleren Ring wechseln. Da dort sehr viele Autos unterwegs sind, ist das Risiko für Unfälle hoch.

Auf Druck von Stadtratsmitgliedern hat das Mobilitätsreferat nun reagiert. Schon 2022 wurden erste Schritte unternommen, wie zum Beispiel rote Markierungen am Ende des Radwegs. Im Jahr 2024 wurde die Geschwindigkeit in diesem Abschnitt auf 30 km/h gesenkt, damit Autos langsamer fahren und Radfahrer sicherer auf die Straße kommen.

Weil es trotzdem weiter zu Konflikten und Unfällen kam, wurden im November 2025 weitere Sofortmaßnahmen umgesetzt. Die Fahrrad-Symbole auf dem Asphalt wurden vergrößert und ein neues Verkehrszeichen direkt auf die Fahrbahn gemalt. Damit sollen Autofahrer noch früher auf die Radfahrer aufmerksam werden. Zudem soll die Mittellinie zwischen den Fahrspuren versetzt werden, um den Ablauf zu verbessern. Da dafür ein Spezialgerät nötig ist, konnte dies im letzten Jahr noch nicht erledigt werden.

Auch auf der Nordseite in Richtung Westen gibt es Verbesserungen. Hier wird die Geschwindigkeit ebenfalls auf 30 km/h begrenzt. Radfahrer dürfen dort künftig auch auf dem Gehweg fahren. In der engen Bahnunterführung müssen sie jedoch absteigen, da es dort zu eng für beides ist. Der Bezirksausschuss hat diesen Plänen bereits zugestimmt.

Ein komplett getrennter Radweg ist momentan allerdings nicht möglich. Die Platzverhältnisse an der Brücke sind zu eng. Ein echter Radweg würde bedeuten, dass eine Fahrspur für Autos wegfallen müsste. Das hält die Stadt für nicht verhältnismäßig, da die Straße zu wichtig ist.

Eine langfristige Lösung hängt nun von der Deutschen Bahn AG ab. Wenn die Eisenbahnüberführung an der Chiemgaustraße erneuert wird, soll auch der Radweg baulich verbessert werden. Aktuell wird eine Untersuchung zur Raumaufteilung durchgeführt, um die Situation für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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