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München lehnt längere Ramadan-Beleuchtung ab

Ein Stadtrat wollte die festliche Beleuchtung zum Ramadan in der Stadt deutlich ausweiten. Der Oberbürgermeister sagt dem Wunsch jedoch ab.

In München (Landeshauptstadt Bayern) gibt es Streit um die Lichter zum Fastenmonat Ramadan. Der Stadtrat Stefan Jagel von der Linken hatte am 18. Februar 2026 einen Antrag gestellt. Er wollte, dass die Beleuchtung im öffentlichen Raum nicht mehr nur etwa zwei Stunden, sondern mindestens sechs bis acht Stunden am Tag brennt. Jagel orientierte sich dabei an Städten wie Köln oder Frankfurt, wo die Beleuchtung über den gesamten Monat festlich ist.

Oberbürgermeister Dominik Krause lehnt diese Ausweitung nun ab. Er erklärt, dass die Stadt bereits Zeichen der Solidarität setzt. So wurden im Jahr 2025 sowohl zum Chanukka-Fest am 14. Dezember als auch zum Ende des Ramadans am 31. März Grußbotschaften auf die Fassade des Alten Rathauses projiziert.

Die Stadtverwaltung verfolgt eine zurückhaltende Linie bei der Lichtkunst. Es gibt einen Kriterienkatalog, der die Anzahl der Beleuchtungen auf unter zehn Mal pro Jahr begrenzt. Meistens darf das Licht nur an einem einzigen Abend brennen.

Ein wichtiger Grund für die Absage ist zudem der Naturschutz. In Bayern gelten strenge Regeln gegen Lichtverschmutzung, um die Artenvielfalt und die Bienen zu schützen. Deshalb ist es verboten, öffentliche Fassaden nach 23 Uhr bis zum Morgengrauen zu beleuchten, außer es ist für die Sicherheit nötig. Grußbotschaften müssen daher spätestens um 23 Uhr ausgeschaltet werden.

Die Stadt will an der bisherigen Praxis festhalten: Die Beleuchtung bleibt eintägig und endet um 23 Uhr. Damit ist die Angelegenheit aus Sicht des Oberbürgermeisters erledigt.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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