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München lässt Hunde in städtischen Museen nicht zu

Ein Plan, Museen für Hundebesitzer zu öffnen, ist gescheitert. Die Stadt München lehnt das Vorhaben aus Versicherungsgründen ab.

Einige Stadtratsmitglieder der CSU und der Freien Wähler wollten den Zugang zu städtischen Museen in München (Bayern) lockern. In einem Antrag vom 23. Februar 2026 schlugen sie vor, ein Pilotprojekt zu starten. Bestimmte Museen sollten an festgelegten Tagen für Besucher mit Hunden geöffnet werden. Damit sollte vor allem älteren oder alleinstehenden Menschen geholfen werden, die wegen ihrer Tiere oft auf Kulturangebote verzichten.

Es gab konkrete Regeln für diesen Plan: Die Hunde hätten an der Leine geführt werden müssen. Zudem sollten Hygiene- und Haftungsregeln gelten. Die Besuche wären nur an Werktagen möglich gewesen, also nicht an Wochenenden, Feiertagen oder in den Schulferien.

Kulturreferent Marek Wiechers hat diesen Wunsch nun abgelehnt. Der Hauptgrund sind die Versicherungen. Die Kunstversicherungen der Stadt decken in den Ausstellungsräumen nur Assistenzhunde ab. Wenn andere Hunde Kunstwerke beschädigen würden, wäre das nicht versichert. Die Stadt fürchtet zum Beispiel, dass Tiere gegen Werke stoßen, sie zerkratzen oder Verunreinigungen durch das sogenannte „Beinheben“ an Skulpturen oder Sockeln verursachen.

Besonders in Häusern mit sehr empfindlichen Originalen, wie in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus oder im Museum Villa Stuck, sei das Risiko zu groß. Die Stadt müsse die Leihgeber und die eigenen Sammlungen umfassend schützen. Deshalb bleibt es dabei: Nur zertifizierte Assistenzhunde dürfen die Museen betreten. Diese Hunde sind durch eine spezielle Ausbildung und einen Lichtbildausweis eindeutig als solche erkennbar, wie es das Behindertengleichstellungsgesetz vorsieht.

Da die Entscheidung in den Bereich des Oberbürgermeisters fällt, wird die Sache nicht mehr im Stadtrat besprochen. Damit ist das Thema für die Stadtverwaltung erledigt.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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