München führt neues Fahrradverleih-System MyRadl ein
Einige Stadtratsmitglieder der CSU und der Freien Wähler hatten am 21. August 2025 gefordert, das Nachfolgesystem von MVG Rad zu stoppen. Mobilitätsreferent Georg Dunkel hat nun schriftlich darauf reagiert und den Antrag abgelehnt.
Der Referent erklärt, dass der Stadtrat die Einführung eines neuen Systems bereits beauftragt habe. Das Projekt ist Teil der Mobilitätsstrategie 2035. Im Februar 2026 wurde das neue regionale System durch einen Verbund aus Kommunen und Landkreisen ausgeschrieben und beauftragt. Da München eine Zweckvereinbarung mit anderen Teilnehmern unterschrieben hat, wäre ein Ausstieg schwierig. Das hätte nicht nur organisatorische und finanzielle Folgen für die Stadt, sondern könnte auch zu Schadensersatzforderungen der Firmen führen, die am Vergabeverfahren teilgenommen haben.
Das neue System trägt den Namen „MyRadl“. Es soll eine Verbesserung gegenüber dem alten MVG Rad sein, da es regional vernetzt ist und auch in vielen anderen Gemeinden im MVV-Raum funktioniert. Insgesamt kommen rund 6.800 Fahrräder zum Einsatz, darunter auch Pedelecs. Die Räder können an festgelegten Standorten ausgeliehen und wieder abgegeben werden. Eine teure eigene Stationsinfrastruktur ist dafür nicht nötig, was die Standorte flexibel macht.
Laut Mobilitätsreferent Dunkel sei das Ergebnis der Ausschreibung wirtschaftlich sehr günstig ausgefallen. Das Angebot lag deutlich unter dem geplanten Kostenrahmen, was den öffentlichen Haushalt entlastet. Aus diesem Grund seien sogar noch weitere Kommunen beigetreten; insgesamt machen nun 37 Kommunen und mehr mit. Im Vergleich zu privaten Anbietern soll MyRadl durch günstigere Preise und eine bessere Flächendeckung punkten, um den Autoverkehr in München (Bayern) zu reduzieren.
Die Stadt geht davon aus, dass die Angelegenheit mit diesen Erläuterungen erledigt ist.
Quelle: München – zur Originalmeldung