München hält an Realschul-Planung an der Forstenrieder Allee fest
In München (Bayern) gibt es Streit um den Standort einer neuen Realschule. Einige Stadtrats-Mitglieder der CSU und der Freien Wähler hatten gefordert, die Planungen an der Forstenrieder Allee zu stoppen. Stattdessen wollten sie einen Schulcampus an der Drygalski-Allee sehen, dort wo früher das Thomas-Mann-Gymnasium stand. Die Kritiker argumentieren, dass das Gelände an der Forstenrieder Allee verkehrstechnisch und infrastrukturell schlecht gelegen sei.
Der Stadtschulrat Florian Kraus hat nun offiziell geantwortet und den Vorschlag abgelehnt. Ein Campus an der Drygalski-Allee sei schlicht nicht möglich. Der Grund ist der Platzmangel. Auf dem Gelände befindet sich neben dem alten Schulgebäude auch eine Kita, die bleiben soll. Zudem wird das alte Schulhaus nach einer großen Sanierung und Erweiterung als Standort für das neue Gymnasium „Am Südpark“ genutzt. Ein Abriss des Gebäudes, um Platz für eine Realschule zu schaffen, käme aus wirtschaftlichen Gründen nicht infrage.
Für die geplante Realschule an der Forstenrieder Allee wird viel Fläche benötigt. Neben dem Schulgebäude sind eine Dreifach-Sporthalle, Sportflächen, eine Tiefgarage und ein Haus für Kinder mit Krippen- und Kindergartengruppen geplant. Insgesamt braucht das Projekt etwa 2,6 Hektar Land. Auf dem Gelände an der Drygalski-Allee wäre dieser Platz für zwei Schulen gleichzeitig nicht vorhanden.
Die Stadt betont, dass sie intensiv nach Alternativen im Süden Münchens gesucht hat. Geprüft wurden unter anderem das ehemalige Deckelgelände an der Plinganserstraße, Flächen am Ratzingerplatz oder das ehemalige Bad Forstenrieder Park. Das Ergebnis war jedoch immer dasselbe: Es gibt kaum noch städtische Grundstücke, die groß genug sind und die nötigen Baugenehmigungen haben, um zeitnah eine Schule zu errichten.
Die Stadt hält daher an dem Plan fest, die Realschule an der Forstenrieder Allee zu bauen. Damit ist die Standortfrage aus Sicht der Verwaltung erledigt.
Quelle: München – zur Originalmeldung