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München: Bauschutt-Abgabe wird für Privathaushalte kostenpflichtig

Wer in München privat renoviert, muss ab dem 15. September für die Entsorgung von Bauschutt bezahlen. Zudem ändern sich die Abgabestellen.

Für alle Münchner (Landeshauptstadt Bayern), die in ihren vier Wänden renovieren, wird es teurer. Ab dem 15. September stellt der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) die Regeln für Haushaltsbauschutt komplett um. Das Wichtigste vorab: Die Abgabe von Bauschutt ist für private Haushalte künftig nicht mehr kostenlos, sondern gebührenpflichtig.

Auch der Ort der Abgabe ändert sich. Bauschutt kann dann nur noch an den sogenannten Wertstoffhöfen plus abgegeben werden. Wer gewerblich anliefert, merkt von diesen Änderungen wenig, da diese Lieferungen ohnehin schon immer kostenpflichtig waren.

Der Grund für die neuen Regeln sind strengere Vorgaben vom bayerischen Umweltministerium und dem Landesamt für Umwelt. Bisher wurde gemischter Bauschutt aus privaten Haushalten einfach angenommen. In der Praxis gab es dabei jedoch oft Probleme. In den Lieferungen landeten häufig Stoffe, die dort nicht hineingehören. Besonders bei Renovierungen in alten Häusern wurden immer wieder gefährliche Materialien wie Asbest in Putzen, Klebern oder Dämmstoffen gefunden. Dabei ist Asbest schon seit 1993 verboten.

Nach den neuen Regeln darf nur noch rein mineralischer und asbestfreier Abfall verwertet werden. Dazu gehören zum Beispiel Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik und Natursteine. Alles, was verunreinigt ist oder nicht eindeutig zugeordnet werden kann, muss auf Deponien entsorgt werden. Da diese Entsorgung deutlich teurer ist, führt der AWM nun die Gebühr für Privatpersonen ein.

Die Stadt passt dafür auch die entsprechende Satzung für Sperrmüll, Wertstoffe und Problemmüll an. Wer genauere Informationen zu den Kosten oder den Standorten der Wertstoffhöfe plus benötigt, kann auf der Webseite www.awm-muenchen.de nachsehen oder das AWM-Kundencenter unter der Telefonnummer 233-96200 anrufen.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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