Müllabfuhr in Nidderau streikt: Stadt fordert Strafzahlungen
In Nidderau (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) gibt es derzeit große Probleme bei der Müllabfuhr. In allen Stadtteilen bleiben die Tonnen regelmäßig stehen und blockieren über Tage hinweg die Straßen. Besonders bei den aktuellen Temperaturen führt das zu Ärger bei den Bewohnern.
Das beauftragte Unternehmen gibt als Grund aus, dass zwei Wiegefahrzeuge defekt waren. Die Stadtverwaltung hatte dem Betrieb vorgeschlagen, schnell Ersatzwagen ohne Wiegefunktion zu schicken, damit der Müll trotzdem abgeholt wird. Das Unternehmen lehnte dies jedoch ab. Man wollte erst die Reparaturen an den Wiegefahrzeugen abwarten und die Touren erst danach nachholen.
Bürgermeister Andreas Bär und Erster Stadtrat Rainer Vogel kritisieren diese Entscheidung scharf. Durch das Warten seien die Müllberge nur noch größer geworden. Im Rathaus gehen seit Tagen zahlreiche Beschwerden von den Bürgern ein, die für den Service Gebühren bezahlen.
Die Stadt sieht die Geduld nun am Ende. Da die vereinbarten Leistungen nicht zuverlässig erbracht wurden, wird Nidderau die vertraglich festgelegten Vertragsstrafen konsequent einfordern. Das Geld soll als Konsequenz für die schlechte Arbeit fließen.
Bürgermeister Bär versprach, dass sich die Verwaltung mit Nachdruck darum kümmern wird, dass die Müllabfuhr schnell wieder verlässlich funktioniert. Ob das Unternehmen die Rückstände nun sofort beseitigt, bleibt abzuwarten.
Quelle: Nidderau – zur Originalmeldung