Minden: Vandalen hinterlassen sechsstelligen Schaden in Dützen
Zwei Menschen haben in Minden (Nordrhein-Westfalen) eine beachtliche Spur der Zerstörung hinterlassen. Zwischen Montagmittag, dem 10. August, und Dienstagvormittag zogen sie durch den Stadtteil Dützen. Insgesamt elf Orte wurden angegriffen, die alle in einem Umkreis von etwa zwei Kilometern liegen. Der Schaden ist enorm und liegt im sechsstelligen Bereich.
Die Täter gingen dabei systematisch vor. Ein Supermarkt an der Lübbecker Straße wurde rundherum mit Graffitis beschmiert. Auch Privatpersonen waren betroffen: Am Bollweg sprühten die Unbekannten Symbole an eine Garage und eine Grundstücksmauer. Weitere Ziele waren ein Haus an der Dützer Dorfstraße sowie ein Zaun an der Von-Galen-Straße. Sogar Baustellenschilder im Pallastgrund und eine mobile Toilette am Häverstädter Weg blieben nicht verschont.
Besonders heftig wurde es an den Schulen am Schülerweg. Dort brachten die Täter großflächige Graffitis an und schlugen über 70 Fenster ein. Sogar die Scheibe eines Baggers, der auf dem Gelände stand, wurde zertrümmert. Gegen 23:40 Uhr zerstörten die beiden zudem die Scheiben einer Bushaltestelle an der Zechenstraße.
Die Täter waren dunkel gekleidet. Einer trug eine Sturmhaube, der andere einen Kapuzenpullover. Es könnte sich um Jugendliche oder junge Männer handeln. Da die Graffitis sowohl linke als auch rechte politische Symbole zeigen, hat der Staatsschutz der Polizei Bielefeld die Ermittlungen übernommen. Die Beamten glauben jedoch nicht an eine echte politische Motivation. Wegen der Art der Zerstörung vermuten sie eher jugendlichen Vandalismus.
Die Polizei bittet nun um Hilfe. Wer Hinweise zu den Taten oder zu den verdächtigen Menschen hat, soll sich unter der Telefonnummer 0521/545-0 melden. Die Ermittlungen dauern an.