Millionen-Förderung für Forschung in Südwestsachsen
Sachsen pumpt Millionen in die Forschung und Wissenschaft in Südwestsachsen (Sachsen). Damit soll die Region gestützt werden, da vor allem die Automobilindustrie gerade einen riesigen Umbruch durchmacht. Das Geld fließt in Projekte an verschiedenen Hochschulen und Instituten, von Freiberg bis Plauen.
Ein besonders großes Projekt entsteht an der TU Chemnitz. Dort soll ein neuer Reinraum für die Forschung an Mikroelektronik und Sensortechnik gebaut werden. Das Gebäude am Zentrum für Mikro- und Nanotechnologie (ZfM) kostet knapp 68 Millionen Euro. Das Geld kommt aus EU-Fördermitteln, die in anderen Ministerien nicht genutzt wurden. Wenn die Europäische Kommission zustimmt, kann der Bau starten. Von diesem Reinraum sollen nicht nur die Studenten profitieren, sondern auch Firmen aus dem Maschinenbau, der Medizintechnik und die Fahrzeugindustrie sowie das Fraunhofer Institut ENAS.
Neben Chemnitz gibt es viele weitere Vorhaben. In Plauen wird ein KI-Institut gebaut, in Zwickau entstehen ein Technikum und ein neues Hochtechnologiezentrum an der Westsächsischen Hochschule. In Reichenbach im Vogtland wird die Forschungsplattform KETEC für Kälte- und Energietechnik vorangetrieben. Auch die TU Bergakademie Freiberg, die Hochschule Mittweida, verschiedene Fraunhofer Institute und das Kurt Schwabe Institut in Meinsberg sind beteiligt. Zudem werden Studentenwohnheime modernisiert.
Insgesamt fließen über 80 Millionen Euro in 79 europäische Projekte im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. In der Finanzplanung bis 2031 sind sogar über 200 Millionen Euro vorgesehen. Diese Investitionen laufen unabhängig von einem sogenannten Masterplan für Südwestsachsen, der etwa 100 Millionen Euro umfasst. Dieser Plan wird gerade noch erstellt. In den nächsten Wochen und Monaten wird entschieden, welche weiteren Projekte aus der Region dort finanziert werden.