Michelstadt schult Erzieher im Umgang mit schwierigen Kindern
Die Arbeit in einer Kita ist oft stressig. Wenn Kinder ihre Gefühle sehr stark zeigen oder Situationen plötzlich eskalieren, fordert das die Erzieherinnen und Erzieher heraus. Deshalb gibt es in Michelstadt (Odenwaldkreis, Hessen) jetzt eine neue Fortbildungsreihe. Unter dem Namen „Herausfordernd erlebtes Verhalten von Kindern professionell bewältigen“ startete diese Woche der erste Termin.
In den nächsten Monaten nehmen alle städtischen Kindergärten an der Weiterbildung teil. Die Fachkräfte sollen lernen, schwierige Momente früher zu erkennen und gelassener zu reagieren. Es geht darum, neue Strategien für den Alltag zu finden, damit die Teams auch in stressigen Phasen einen klaren Kopf bewahren.
Die Fortbildung leitet Regina Rein. Sie ist Beraterin und Coach und war selbst 25 Jahre lang als Erzieherin tätig. Seit 2010 arbeitet sie freiberuflich. Sie verbindet ihre praktische Erfahrung mit aktuellem Fachwissen.
Die Grundlage für die Schulung ist das sogenannte HeVeKi-Konzept. Dieses wurde vom Zentrum für Kinder- und Jugendforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg entwickelt. Der Grund für das Konzept ist, dass in über 80 Prozent der Kitas systematische Vorgehensweisen für den Umgang mit herausforderndem Verhalten fehlten. Ziel ist es, die Kompetenz der Teams zu steigern und die Belastung für die Mitarbeiter zu senken.
Finanziell wird das Projekt unterstützt. Die Stiftung der Sparkasse Odenwaldkreis stellt dafür 7.000 Euro zur Verfügung.