Merkers: Mann stirbt nach Messerattacke in Rettungswagen
Am frühen Dienstagabend passierte auf der Bundesstraße 62 zwischen Merkers und Hämbach (Wartburgkreis, Thüringen) ein ungewöhnlicher Vorfall. Ein 40-jähriger Mann wurde in einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Bad Salzungen transportiert. Plötzlich änderte sich die Lage: Der Mann befand sich in einer psychischen Ausnahmesituation und bedrohte die Sanitäter im Wagen mit einem Messer.
Die Rettungskräfte mussten das Fahrzeug sofort anhalten. Der Mann nutzte die Chance und floh aus dem Wagen. Kurz darauf hielt er einen Lkw an und kletterte auf der Beifahrerseite in das Führerhaus. Der Lkw-Fahrer konnte glücklicherweise schnell aussteigen und blieb unverletzt.
Der Mann hatte wohl starke Betäubungsmittel genommen und war völlig außer Kontrolle. Er beruhigte sich nicht und verletzte sich selbst mit dem Messer. Da er auch weiterhin die Menschen vor Ort bedrohte, sperrten die Beamten die Bundesstraße komplett ab. Spezialkräfte wurden gerufen, um die Situation zu klären. Schließlich konnten sie den Mann im Lkw fixieren und an die Sanitäter übergeben.
Trotz aller Versuche, ihn wiederzubeleben, starb der 40-Jährige noch am Straßenrand. Er erlag den Verletzungen, die er sich selbst zugefügt hatte. Die Straße konnte nach dem Einsatz wieder freigegeben werden.
Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.