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Meppen: Polizei jagt Tuning-Szene und stellt Auto

Ein angekündigtes Treffen lockte viele Poser nach Meppen. Die Polizei schlug zu und sicherte sich am Ende ein stark manipuliertes Fahrzeug.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 25. Juli 2026, war in Meppen (Landkreis Emsland, Niedersachsen) einiges los. Eine lokale Gruppe hatte im Vorfeld zu einem Tuningtreffen aufgerufen. Die Polizei aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim sowie eine Spezialgruppe aus Osnabrück wussten davon und starteten eine gezielte Kontrolle.

Im Stadtgebiet sammelten sich in der Spitze rund 50 Fahrzeuge. Gleichzeitig trafen sich an zwei weiteren Orten jeweils etwa zehn weitere Autos und Motorräder, die typisch für die Tuning-Szene waren. Die Fahrer fuhren ständig zwischen den verschiedenen Treffpunkten hin und her.

Die Beamten kontrollierten insgesamt 21 Fahrzeuge und 24 Menschen. Bei 16 Fahrzeugen gab es Probleme. Die Polizei fand technische Änderungen, die so nicht erlaubt waren. Viele hatten ihre Abgasanlagen manipuliert, wodurch die Betriebserlaubnis für die Fahrzeuge erloschen war. Zudem wurde unnötiger Lärm und zu schnelles Fahren bemängelt.

Ein Motorradfahrer fiel den Beamten besonders auf. Er raste innerorts auf der Lathener Straße mit rund 93 km/h durch die Stadt. Kurz darauf beschleunigte er auf der B70 in Richtung Lathen auf etwa 170 km/h, obwohl dort nur 100 km/h erlaubt sind. Die Polizei filmte die Fahrten, um die Geschwindigkeit beweisen zu können. Danach konnten sie den Fahrer anhalten.

Bei einem weiteren Fahrzeug waren die Manipulationen so extrem, dass die Polizei hart durchgriff. Bei diesem Wagen fehlten der Katalysator sowie der Mittel- und Endschalldämpfer. Das Auto war dadurch viel zu laut und stieß deutlich mehr Schadstoffe aus. Die Beamten nahmen das Fahrzeug sicher. Es wurde abgeschleppt und soll in der nächsten Woche von einem Experten genau untersucht werden.

Die Polizei kündigte an, auch in Zukunft solche Treffen im Auge zu behalten. Vor allem gegen Lärm und illegale Umbauten wolle man vorgehen. Ob und inwieweit sich die Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim – zur Originalmeldung

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