Mendig bekommt Meilenstein zur Geschichte der Mühlsteine
In Mendig (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz) wurde ein neuer Meilenstein eingeweiht. Er steht jetzt an der Brauerstraße an der Museumslay. Die Idee für das Projekt kam von der Layerbruderschaft, dem ältesten Verein in Mendig. Diese haben den Stein auch umgesetzt.
Der Stein soll an eine Geschichte erinnern, die schon 7.000 Jahre zurückreicht. Damals entdeckten die Menschen, dass die Basaltlava in der Region besonders griffig und abriebfest ist. Das machte das Gestein perfekt für Reibsteine und später für Mühlsteine. Aus den ersten kleinen Gruben wurde über die Zeit ein riesiges Wirtschaftszentrum. Schon die Römer handelten mit den Steinen aus der Gegend und verschickten sie über weite Strecken.
Später wurden die Steine für große Wind- und Wassermühlen genutzt. Besonders der Abbau unter Tage in Niedermendig und der Transport über Andernach machten das System europaweit bekannt. Als die klassischen Mühlsteine nicht mehr gebraucht wurden, änderte sich die Arbeit: Man produzierte dann Schotter, Pflastersteine und Werksteine. Kräne und Feldbahnen prägten fortan das Bild in der Landschaft.
Bei der Übergabe am 12. August 2026 betonten die Verantwortlichen, dass es bei dem Meilenstein nicht nur um Technik und Steine geht. Es geht vor allem um die Menschen, die über Jahrhunderte mit der harten Arbeit im Steinbruch ihren Lebensunterhalt verdient haben.
Entworfen und gebaut wurde der Meilenstein von Werner Geilen, der gleichzeitig Brudermeister der Layerbruderschaft ist. Die Beschriftung übernahm Guido Krämer vom Steinhauerverein Ettringen. An der Feier nahmen unter anderem Bürgermeister Achim Grün und Vertreter des Arbeitskreises Mühlsteinrevier RheinEifel teil.
Quelle: Thür – zur Originalmeldung