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Meckenheim: Flucht nach illegalem Autorennen

Ein Audi-Fahrer und ein Motorradfahrer rasten durch Meckenheim. Während der eine später gefasst wurde, ist der andere immer noch auf der Flucht.

Am Freitagabend gegen 18:50 Uhr beobachtete eine Zivilstreife der Bonner Polizei an der L261 bei der Bushaltestelle „Sängerhof“ zwei Fahrzeuge. Ein silberner Audi TT und eine dunkelblaue Kawasaki rasten mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit an den Beamten vorbei. Die Polizisten fuhren hinterher.

In der Straße „An der Allee“ wurde es gefährlich. Die beiden Fahrzeuge beschleunigten nebeneinander und lieferten sich offenbar ein illegales Rennen. Der Motorradfahrer fuhr dabei sogar dauerhaft auf der falschen Seite in den Gegenverkehr.

Kurz nach dem Kreisverkehr „Im Buschfeld“ hielt der Audi TT an. Als die Beamten im „Keltenweg“ versuchten, den Motorradfahrer bei Schrittgeschwindigkeit zu stoppen, wehrte dieser sich mit einem riskanten Manöver. Er lenkte plötzlich nach links und touchierte den Zivilwagen der Polizei mit der Fußraste. Dann flüchtete er über eine Wiese, sprang mit dem Krad über eine Bordsteinkante und raste weiter. Die Fahrt führte über die Elches-Maar-Allee durch ein Waldgebiet bis zur Witterschlicker Allee. Die Polizei brach die Verfolgung aus Sicherheitsgründen ab. Auch ein Hubschrauber konnte das Motorrad nicht mehr finden. An der Adresse des Halters stießen die Ermittler weder auf den Fahrer noch auf das Fahrzeug vor.

Der 23-jährige Fahrer des Audi TT wurde später an seiner Adresse angetroffen. Ein Drogenvortest verlief positiv auf Cannabis. Bei den weiteren Maßnahmen wehrte sich der Mann gegen die Beamten. Die Polizei nahm ihm eine Blutprobe ab und beschlagnahmte den Audi, sein Handy sowie den Führerschein.

Die Polizei sucht nun nach dem flüchtigen Motorradfahrer. Er ist ein Mann, etwa 20 bis 25 Jahre alt, zwischen 170 und 180 Zentimeter groß und schlank. Er trug ein schwarzes Oberteil, eine Lederhose, Motorradstiefel und einen schwarzen Helm mit getöntem Visier. Auffällig ist eine silberne Kette am linken Handgelenk.

Wer Angaben zum Fahrer machen kann oder durch das Rennen gefährdet wurde, soll sich unter der Nummer 0228 15-0 melden. Das Verkehrskommissariat ermittelt wegen des Verdachts eines verbotenen Rennens, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Unfallflucht und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Bonn – zur Originalmeldung

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