Marxzell gestaltet vier Grünflächen naturnah um
In Marxzell (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg) wird es in Zukunft wilder. Im Rahmen des Projekts "Natur nah dran" gestaltet die Gemeinde vier Grünflächen um. Ziel ist es, mehr Platz für heimische Pflanzen, Wildbienen und Schmetterlinge zu schaffen und gleichzeitig die Arbeit für den Bauhof zu verringern.
Die Planungen für die Flächen stehen bereits. Im April hatten die Naturgartenplaner Reinhard Witt und Katrin Kaltofen die Orte begutachtet und Konzepte für die Bepflanzung und Pflege erstellt. Das Projekt wird vom NABU Baden-Württemberg und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes unterstützt.
Ein Beispiel für die Änderung ist die Grünfläche am Ortseingang von Pfaffenrot an der Karlsruher Straße. Bisher wurde dort im Sommer etwa alle drei bis vier Wochen gemäht. Künftig soll das Gras nur noch zweimal im Jahr geschnitten werden.
Besonders bunt wird es gegenüber der St.-Peter-und-Paul-Kirche in Burbach. Dort planen die Verantwortlichen eine große Bepflanzung mit rund 600 Stauden und 3.000 Blumenzwiebeln. Auf der Liste stehen unter anderem Glockenblumen, Frühlings-Fingerkraut, Gundermann, Schlüsselblumen, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen, Blausterne und Windröschen.
Bevor es an die Arbeit geht, werden die Mitarbeiter der Bauhöfe in einem zweitägigen Workshop geschult. Dort lernen sie, wie die neuen Flächen angelegt und später richtig gepflegt werden.
Die eigentliche Umgestaltung der vier Flächen erfolgt schrittweise zwischen dem Herbst 2026 und dem Frühjahr 2027.
Quelle: Marxzell – zur Originalmeldung