Mannheim sperrt Zufahrten zur Kurt-Schumacher-Brücke
Die Kurt-Schumacher-Brücke ist marode. Bei Untersuchungen in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) haben Experten gefährliche Spannungsriss-Korrosion am Nordbrückenkopf entdeckt. Das bedeutet: Die Brücke ist nicht mehr sicher. Deshalb wird das Bauwerk aus dem Jahr 1972 komplett für den Autoverkehr gesperrt. Das gilt auch für alle, die aus Mannheim kommen.
In Mannheim (Baden-Württemberg) werden deshalb in den nächsten Tagen nacheinander vier Zufahrten dichtgemacht. Ab dem 5. August ist keine Auffahrt mehr möglich. Betroffen ist unter anderem der Bereich der verlängerten Fressgasse zwischen den Quadraten E7 und G7. Dort wird die Zufahrt zur Brücke und zur Hafenstraße komplett gesperrt. Nur wer zum Luisenring will, kommt dort noch durch. In Richtung Hafen geht es von dort aus nicht mehr.
Auch die Auffahrt von der Hafenstraße über die Akademiestraße wird gesperrt. Anwohner und die Müllabfuhr können die Akademiestraße aber weiterhin nutzen. Wer vom Luisenring kommt, wird zum Parkring geleitet. Von dort aus müssen die Fahrer über die Konrad-Adenauer-Brücke nach Ludwigshafen ausweichen. Die Zufahrt vom Parkring auf die Kurt-Schumacher-Brücke wird so abgesperrt, dass man nur noch ins Hafengebiet fahren kann.
Für Lkw und schweren Verkehr gibt es große Umleitungen. Wer aus Richtung Mannheim Nord oder von der Untermühlaustraße kommt, wird bereits an der Ludwig-Jolly-Straße abgefangen. Die Route führt über die Industriestraße, die Inselstraße und die Friesenheimer Straße bis zur A6 in Mannheim-Sandhofen. Schwere Fahrzeuge sollen so aus dem Stadtzentrum ferngehalten werden. Wer in der Dalberstraße ankommt, wird über den Luisenring, Kaiserring und Friedrichsring zur Konrad-Adenauer-Brücke geschickt.
Für Fußgänger und Radfahrer gibt es gute Nachrichten: Sie dürfen die Brücke weiterhin benutzen. Die Schienen für die Stadtbahn sind allerdings schon seit dem 1. Juni 2026 gesperrt.
Die Stadt Mannheim warnt vor Staus und bittet alle, den Bereich großräumig zu umfahren. Die Verwaltung prüft nun auch, ob andere Baustellen in der Stadt verschoben werden können, um den Verkehr nicht komplett zum Erliegen zu bringen. Die Rettungskräfte sind über die Sperrungen informiert.
Quelle: Mannheim – zur Originalmeldung