Zum Inhalt springen
newssofort.de

Mainz: Tipps für den Kauf gebrauchter E-Autos

Wer online ein gebrauchtes Elektroauto kaufen will, sollte vorsichtig sein. Das Landeskriminalamt in Mainz warnt vor Betrugsmaschen und gibt wichtige Tipps für den Check.

Immer mehr Menschen wollen auf ein gebrauchtes Elektroauto umsteigen. Doch beim Kauf im Internet gibt es einige Fallstricke. Das Landeskriminalamt in Mainz (Rheinland-Pfalz) macht deshalb gemeinsam mit der Initiative "Sicherer Autokauf im Internet" (ISAK) auf die Gefahren aufmerksam.

Besonders tückisch ist der Zustand der Batterie. Da man von außen nicht sieht, wie fit der Akku noch ist, sollten Käufer aktiv nach einem Batterie-Zertifikat oder einem Nachweis über den sogenannten "State of Health" fragen. Auch die Reichweite ist oft ein Thema. Die Werte der Hersteller sind meist zu optimistisch. Wichtig ist zu wissen, wie weit das Auto im echten Alltag kam und ob der Akku oft extrem voll oder ganz leer gefahren wurde. Ideal ist ein Ladebereich zwischen 20 und 80 Prozent.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Garantie. Viele Hersteller garantieren die Batterie für acht Jahre oder 160.000 Kilometer. Käufer sollten genau prüfen, wie viel Restgarantie noch besteht und ob diese auf den neuen Besitzer übergeht. Auch die Wartungshistorie muss lückenlos sein. Wer Sicherheit will, sollte diese Details schriftlich im Kaufvertrag festhalten. Der ADAC bietet hierfür kostenlose Vorlagen an.

Neben der Technik sollte man auch auf die Ausstattung achten. Dinge wie eine Wärmepumpe, Sitzheizung oder ein Navi mit Ladeplanung steigern den Nutzen im Alltag. Zudem müssen alle Ladekabel und Zubehörteile vorhanden sein. Auch Rückrufe oder bekannte Mängel müssen vom Verkäufer offengelegt werden.

Am Ende warnt die Polizei vor Betrug. Wer auf gefälschte Dokumente oder Phishing-Mails stößt, sollte sofort stutzig werden. Ein großes Warnsignal ist die Aufforderung, Geld im Voraus zu bezahlen. Auch wenn ein Angebot unrealistisch günstig ist oder der Verkäufer eine unabhängige Prüfung des Wagens ablehnt, ist höchste Vorsicht geboten. Die Initiative ISAK wird von der Polizei, dem ADAC sowie den Portalen AutoScout24, Kleinanzeigen und mobile.de getragen, um Käufer vor solchen Fallen zu schützen.

Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Mainz

Alle ansehen