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Magdeburg: Pizza-Chef rettet Mitarbeiter vor Gefängnis

Ein 22-Jähriger wurde am Hauptbahnhof festgenommen. Sein Arbeitgeber zahlte am Ende die Geldstrafe, um ihn vor der Haft zu bewahren.

Am Dienstagvormittag kontrollierte eine Streife der Bundespolizei einen 22-jährigen Mann im Hauptbahnhof Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Als die Beamten seine Daten im System prüften, kam schnell heraus: Gegen den Deutschen lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Magdeburg vor.

Die Sache hatte bereits im September 2025 begonnen. Das Amtsgericht Aschersleben hatte den Mann damals per Strafbefehl verurteilt. Er war vorsätzlich ohne Führerschein gefahren. Die Strafe betrug 400 Euro. Da er das Geld nicht zahlte und auch nicht antrat, um eine Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen abzusitzen, erließ die Staatsanwaltschaft im Juli 2026 den Haftbefehl.

Die Polizisten nahmen den Mann fest und brachten ihn zu ihren Diensträumen. Dort bekam er die Chance, die Haft noch abzuwenden, wenn er die 400 Euro sofort bezahlte. Der junge Mann nahm daraufhin Kontakt zu seinem Arbeitgeber auf, einem Pizza-Lieferservice. Sein Chef erklärte sich bereit, die Geldstrafe für den Mitarbeiter zu übernehmen.

Die Beamten begleiteten den Mann schließlich zu seinem Arbeitsplatz. Dort wurde die geforderte Summe bezahlt. Erst danach konnten die Polizisten den Mann wieder auf freien Fuß setzen. Die Bundespolizei informierte die zuständige Behörde über den Fall.

Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg – zur Originalmeldung

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