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Märkischer Kreis verbietet Verkauf von Nikotinbeuteln

Copyright und Urheber siehe Märkischer Kreis

Die Behörden im Märkischen Kreis gehen gegen tabakfreie Nikotinbeutel vor. Der Handel mit den Beuteln ist im gesamten Kreisgebiet nun untersagt.

Im Märkischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) ist der Verkauf von tabakfreien Nikotinbeuteln ab sofort verboten. Die Gesundheitsbehörde hat eine sogenannte Allgemeinverfügung veröffentlicht. Damit ist das Inverkehrbringen dieser Produkte im gesamten Kreisgebiet untersagt.

Bei den Beuteln handelt es sich um kleine Portionen mit Nikotin, die ohne Tabak auskommen. Die Behörden stufen sie als nicht zugelassene und gesundheitsschädliche Lebensmittel ein. Besonders gefährlich sind sie für Kinder und Jugendliche. Durch Geschmacksrichtungen wie Minze, Lakritz oder verschiedene Früchte wirken die Produkte auf junge Leute attraktiv.

Das Problem ist die starke Wirkung. Nikotin greift bei Jugendlichen direkt in die Entwicklung des Gehirns ein. Das macht schneller abhängig und kann das Verhalten langfristig verändern. Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigen zudem, dass der Körper mindestens die Hälfte des Nikotins aufnimmt. Bei hochdosierten Beuteln ist der Nikotinspiegel im Blut oft viel höher als bei einer normalen Zigarette.

Mit dem Verbot will der Kreis den illegalen Handel stoppen und die Bürokratie abbauen. Bisher mussten die Lebensmittelüberwachung und die Ordnungsämter oft erst prüfen, ob ein einzelner Beutel wirklich gefährlich ist. Das bedeutete Zeit und Aufwand für Untersuchungen im Labor. Durch die neue Regelung entfällt dieser Schritt. Die Behörden können nun direkt einschreiten.

Die Maßnahme ist Teil eines größeren Plans von Nordrhein-Westfalen, den Kurs gegen den illegalen Vertrieb solcher Produkte zu verschärfen.

Quelle: Märkischer Kreis – zur Originalmeldung

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