Meinerzhagen plant neue Bauregeln für Wohngebiete
Der Ausschuss für Klima, Planung, Stadtentwicklung, Mobilität und Umwelt kam am 2. September in Meinerzhagen (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) zusammen. Dabei ging es vor allem darum, wie in der Stadt gebaut werden darf und wo neue Regeln nötig sind.
Ein wichtiger Punkt betrifft den Bebauungsplan „Schwenke“. Hier will die Stadt es ermöglichen, dass Gebäude aufgestockt werden. Das heißt, es sollen mehr Etagen oben drauf kommen. Gleichzeitig gibt es eine neue Vorschrift: Wer baut, muss auch die Dächer begrünen. Die Öffentlichkeit und andere Behörden konnten bereits mitreden, und es gab keine weiteren Änderungswünsche. Jetzt muss nur noch der Haupt- und Finanzausschuss zustimmen, dann kann der Stadtrat das Ganze endgültig beschließen.
Ein anderes Projekt betrifft die Gartenstraße und umliegende Wege wie die Giedenstraße oder den Löherweg. Die Stadt will verhindern, dass das typische Aussehen dieses Wohngebiets verloren geht. Der neue Planentwurf soll sicherstellen, dass die gewachsenen Strukturen erhalten bleiben. Die ersten Meinungen von Bürgern und Behörden wurden bereits eingearbeitet. Wenn der Haupt- und Finanzausschuss sein Okay gibt, startet bald die zweite Runde der Bürgerbeteiligung.
Zuletzt ging es um die Ortslage Kropplenberg. Bisher gilt dieser Bereich offiziell als landwirtschaftliche Fläche, also als Außenbereich. Das macht es schwierig, dort Häuser zu bauen oder zu erweitern, weil eigentlich nur Bauernhöfe erlaubt sind. Da dort aber längst viele Menschen wohnen, will die Stadt eine sogenannte Außenbereichssatzung einführen. Das schafft Rechtssicherheit für die Bewohner und macht es einfacher, Wohnprojekte genehmigen zu lassen. Der Ausschuss hat sich dafür ausgesprochen, nun folgt die Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss.
Ob und wann die Pläne final vom Stadtrat verabschiedet werden, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen zu den genauen Planungen dauern an.