LVR-Klinik Viersen wird neuer Schutzort für Jugendliche
Wer im öffentlichen Raum plötzlich nicht mehr weiterweiß, findet im Kreis Viersen (Nordrhein-Westfalen) nun eine weitere Anlaufstelle. Die Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik in Viersen-Süchteln ist ab sofort ein offizieller Schutzort. Damit ist zum ersten Mal ein Klinikgebäude Teil des Projekts „gemeinsamSICHER“.
Die Klinik befindet sich in der Horionstraße 10. Das Ziel ist einfach: Kinder und Jugendliche sollen schnell und ohne große Hürden Unterstützung bekommen. Das kann alles Mögliche sein. Vielleicht haben sie sich verlaufen, fühlen sich unsicher oder hatten einen kleinen Unfall. Auch wenn jemand den Bus verpasst hat oder in einer belastenden Situation steckt, kann er dort Hilfe suchen.
Das Personal in den Schutzorten ist speziell darauf vorbereitet, in solchen Momenten zu helfen. Man erkennt die Stellen an einem gut sichtbaren Aufkleber. Insgesamt gibt es im Kreis mittlerweile 187 solcher Orte. Dazu gehören neben der Klinik auch Schulen, Kitas, Jugendzentren, Arztpraxen, Bibliotheken, Banken oder Apotheken.
Das Projekt wird vom Gesundheitsamt und dem Jugendamt gemeinsam vorangetrieben. Finanziell unterstützen die Krankenkassen AOK Rheinland/Hamburg, Barmer und Techniker sowie das zuständige Ministerium des Landes NRW.
Eine Liste aller Schutzorte und weitere Details gibt es auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-viersen.de/gemeinsamsicher.