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Ludwigsburg: Streit und Handgemenge am Bahnhof

Ein Security-Mitarbeiter und die Polizei gerieten am Mittwoch mit zwei Männern aneinander. Ein Rentner drehte völlig durch und griff sogar eine Beamtin an.

Am Mittwochnachmittag gegen 15:30 Uhr kam es am Bahnhof in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) zu einem heftigen Streit. Ein 27-jähriger Sicherheitsmann bemerkte einen 74-jährigen Mann, der im Gebäude Alkohol trank. Der Security-Mitarbeiter bat den Senior mehrfach, den Bahnhof zu verlassen. Schließlich begleitete er ihn auch nach draußen.

Vor dem Gebäude eskalierte die Situation. Der Rentner beschimpfte den Sicherheitsmann. Dann mischte sich ein 22-Jähriger ein, der den Security-Mitarbeiter ebenfalls beleidigte und versuchte, ihm ins Gesicht zu schlagen. Der 27-Jährige reagierte schnell, brachte den jungen Angreifer zu Boden und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf.

Der 74-Jährige hatte währenddessen versucht zu verschwinden. Die Beamten fanden ihn kurz darauf am Bahnsteig und führten ihn zurück vor den Bahnhof, um seine Daten aufzunehmen. Dabei wurde der Rentner immer aggressiver. Er wehrte sich so stark gegen die Polizisten, dass sie ihm Handschellen anlegen mussten.

Auch im Streifenwagen beruhigte sich der Senior nicht. Er schlug mehrfach mit dem Kopf gegen die Fensterscheibe. Schließlich versuchte er sogar, einer Polizistin einen Kopfstoß zu versetzen. Erst auf dem Polizeirevier in Ludwigsburg wurde der Mann langsam ruhiger. Nachdem die Beamten alles Notwendige erledigt hatten, konnte er wieder gehen.

Bei den Auseinandersetzungen zogen sich einige Beteiligte leichte Schürfwunden zu. Die Polizei hat nun mehrere Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Körperverletzung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Hinweise können unter der Telefonnummer 07141 18-5353 oder per E-Mail an [email protected] gemeldet werden. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg – zur Originalmeldung

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