Ludwigsburg schafft feste Schreibtische in der Verwaltung ab
In der Stadtverwaltung von Ludwigsburg (Baden-Württemberg) gibt es immer weniger feste Schreibtische. Seit fast zwei Jahren probiert die Stadt das sogenannte Desksharing aus. Das bedeutet: Die Mitarbeiter haben keinen eigenen Platz mehr, sondern buchen ihren Arbeitsplatz digital, wenn sie im Büro sind.
Angefangen hat das Ganze Ende 2024 in einzelnen Abteilungen, etwa bei der Organisation und dem Personal. Mittlerweile hat sich das System in der Kernverwaltung durchgesetzt. Die Zahlen zeigen, wie schnell das Modell wächst: Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Nutzer von 130 auf 352 gestiegen. Das sind mehr als doppelt so viele Menschen wie zu Beginn.
Damit das funktioniert, wurden die Büros umgebaut. In der Mathildenstraße 21 und 21/1 gibt es jetzt moderne Arbeitsbereiche mit flexiblen Zonen. Die Tische sind ergonomisch ausgestattet, und es gibt extra Räume für Besprechungen oder zum konzentrierten Arbeiten. Da niemand mehr einen eigenen Tisch hat, nutzen die Mitarbeiter Schließfächer für ihre privaten Sachen.
Die Stadt will damit nicht nur Platz sparen. Personalchefin Susanne Karstedt sagt, dass die Arbeitswelt sich ändere und die Stadt ein attraktiver Arbeitgeber bleiben wolle. Auch Oberbürgermeister Matthias Knecht sieht darin einen wichtigen Schritt für eine zukunftsfähige Verwaltung.
Das Ganze ist Teil eines größeren Plans: Bis zum Jahr 2035 will Ludwigsburg fast alle angemieteten Büros aufgeben. Ziel ist es, alle Verwaltungsbereiche in eigenen städtischen Gebäuden unterzubringen. Deshalb sollen nun schrittweise weitere Abteilungen auf das flexible System umgestellt werden.