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Lorsch baut teures Becken gegen Überflutungen

In Lorsch wird ein riesiges unterirdisches Speicherbecken gebaut. Es soll verhindern, dass Straßen bei Starkregen unter Wasser laufen.

In Lorsch (Landkreis Bergstraße, Hessen) gibt es ein Problem mit dem Abwasser. Das Kanalnetz in der Friedrich-Ebert-Straße, der Uhlandstraße und der Kettelerstraße ist etwa 70 Jahre alt. Wenn es dort richtig stark regnet, sind die Rohre voll und das Wasser drückt an der Oberfläche hoch. Das führt immer wieder zu Überflutungen in diesem Viertel.

Damit das nicht mehr passiert, baut die Stadt ein unterirdisches Regenrückhaltebecken. Die Anlage funktioniert wie ein riesiger Zwischenspeicher: Wenn die Kanalisation voll ist, fließt das Wasser in das Becken und wird dort gesammelt. Sobald der Regen aufhört und in den Rohren wieder Platz ist, wird das Wasser einfach zurückgepumpt. Das Ganze kostet insgesamt 3,85 Millionen Euro.

Der Bau ist ein echtes Mammutprojekt. Zuerst wird eine wasserdichte Grube mit Stahlwänden gesichert. Damit das Grundwasser nicht stört, bringen Taucher eine spezielle Betonsohle an. Das eigentliche Becken und das Pumpwerk bestehen aus 84 riesigen Betonfertigteilen. Einige davon wiegen bis zu 90 Tonnen. Diese Teile sollen innerhalb von nur zwei Wochen zusammengesetzt werden.

Die Arbeiten haben bereits in der 15. Kalenderwoche des Jahres 2025 mit dem Tiefbau begonnen. Im Spätsommer 2025 folgt der Einbau der Betonteile. Geplant ist, dass die gesamte Anlage bis zur 48. Kalenderwoche 2025 fertig ist und die Technik läuft. Parallel dazu werden die Straßen in dem Bereich saniert und die Kanäle vergrößert.

Wenn alles fertig ist, wird die Fläche über dem Becken nicht einfach asphaltiert. Dort soll ein Spielplatz entstehen, der für alle barrierefrei zugänglich ist. Das neue System soll dafür sorgen, dass bei Regenfällen, wie sie etwa alle fünf Jahre vorkommen, kein Wasser mehr aus den Gullys steigt. Auch die Bereiche bis zur Nibelungenstraße werden dadurch entlastet.

Quelle: Lorsch – zur Originalmeldung

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