Lohr am Main: Künzinger Gruppe bekommt Filetstück
In Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart, Bayern) ist ein wichtiges Stück Land vergeben worden. Es geht um die rund 18.000 Quadratmeter große Fläche in der Bürgermeister-Dr.-Nebel-Straße im Gewerbegebiet Süd. Die Stadt nennt das Grundstück das „Filetstück“, weil es die letzte große unbebaute Fläche im Stadtgebiet ist.
Der Stadtrat hat am 10. November 2025 in einer geheimen Sitzung entschieden, wer das Land bekommt. Es gab zwei Bewerber. Am Ende fiel die Wahl auf die Künzinger Gruppe. Das Unternehmen ist bereits seit etwa 30 Jahren in Lohr tätig und arbeitet eng mit der Gerresheimer AG zusammen.
Die Pläne für das Gelände sind groß: Bis 2028 will die Firma rund 20 Millionen Euro investieren. Es soll ein moderner Standort für die Glasindustrie entstehen. Geplant sind Produktionshallen, Lagerflächen und ein großer Bürotrakt. In dem neuen Gebäude sollen insgesamt 70 Menschen arbeiten. Da das Grundstück direkt an die Glashütte von Gerresheimer grenzt, können beide Firmen künftig noch enger zusammenarbeiten und ihre Abläufe verbessern.
Jetzt starten die Planungen und die Genehmigungen durch die Behörden. Wenn alles glatt läuft, sind diese Schritte im Jahr 2026 erledigt. Der erste Spatenstich ist für 2027 vorgesehen. Wenn die Bauarbeiten fertig sind, sollen die neuen Anlagen im Jahr 2028 in Betrieb gehen.
Bürgermeister Dr. Mario Paul sieht in dem Projekt eine Chance, die Glasindustrie in der Stadt zu modernisieren und zu sichern. Die Entscheidung über die Vergabe basierte auf einem Kriterienkatalog, der im Januar 2025 festgelegt wurde. Dabei ging es vor allem darum, wie viele neue Jobs entstehen, welchen Nutzen die Stadt hat und wie effizient die Fläche genutzt wird.