Lohfelden: So nutzen E-Autos Sonnenstrom für das Haus
In Lohfelden (Landkreis Kassel, Hessen) gibt es Informationen dazu, wie moderne Elektroautos helfen können, Stromkosten zu senken. Es geht um das sogenannte bidirektionale Laden. Dabei speichern die Autos tagsüber den Strom von der eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und geben ihn abends wieder an das Haus ab.
Es gibt dabei drei verschiedene Stufen der Technik. Die einfachste Stufe macht das Auto zu einer mobilen Steckdose. Über einen Adapter am Ladeanschluss oder eine eingebaute Steckdose kann man so bei einem Stromausfall wichtige Geräte wie den Kühlschrank oder die Heizungspumpe weiter betreiben.
Die zweite Stufe funktioniert bereits zuverlässig. Hier versorgt das Auto das eigene Haus mit Strom, wenn die Sonne nicht scheint. Das bieten bereits Hersteller wie VW mit den ID-Modellen an, aber auch BMW und Renault haben Lösungen im Programm.
Die dritte Stufe ist technisch am aufwendigsten und steckt noch in den Startlöchern. Dabei speist das Auto überschüssigen Strom sogar in das öffentliche Netz zurück und wird so zu einem kleinen Kraftwerk. Volkswagen will dies als erster Anbieter für Privatkunden in Deutschland ermöglichen. Der Start ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Wer diese Technik nutzen möchte, braucht ein passendes Auto und eine zertifizierte Wallbox. Solche Boxen gibt es bereits ab 750 Euro. Für den Elektroanschluss fallen zusätzlich Kosten zwischen 500 und 1.200 Euro an. Für Bewohner von Mehrfamilienhäusern gibt es seit April 2026 einen Bundeszuschuss von bis zu 2.000 Euro pro Wohnung für die entsprechende Wallbox.
Die Investition kann sich lohnen: Zusammen mit einer eigenen PV-Anlage lässt sich schätzungsweise bis zu 1.200 Euro im Jahr sparen. So hätten sich die Kosten nach drei bis fünf Jahren amortisiert. Das E-Auto wird damit zum zweiten großen Stromspeicher im Haus, ergänzend zur Batterie im Keller.
Der Arbeitskreis Energie möchte diese Themen in Videos aufbereiten. Fragen oder Anregungen können per E-Mail an [email protected] gesendet werden.
Quelle: Lohfelden – zur Originalmeldung